Charity

„Bewegen hilft“ hat viel bewegt

Die Abschlussveranstaltung von Bewegen Hilft in der Kaffeerösterei.

Die Abschlussveranstaltung von Bewegen Hilft in der Kaffeerösterei.

Foto: Christoph Karl Banski

Moers.   Die Charity-Aktion des Volksbank-Chefs Guido Lohmann bewegte viele Menschen am Niederrhein – und bewegte auch die Kontostände von sozial tätigen Organisationen stark nach oben. 49 000 Euro konnten bei der Abschlussveranstaltung verteilt werden.

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Insgesamt fällt es schwer, diesen Abend exakt zu umreißen. Diese Mischung aus Information, Leidenschaft, Stolz, Mitgefühl und Überraschung bespielt die gesamte emotionale Klaviatur. Zu später Stunde war es ausgerechnet Therafit-Chef Holger Schwellnuss, dieser in sich ruhende Hüne, der schwer angefasst zusammenfasste: „Das war pure Gänsehaut.“

Momente wie diese, in denen Heinz Stoffels von der Neukirchen-Vluyner Tafel das Mikro nahm und gleich klarmachte, dass sowas eigentlich nicht seine Welt sei. Der Mann ist 80 Jahre alt und mit seinen engagierten Mitstreitern täglich unterwegs, um bei den Edekas und Rewes verwertbare Lebensmittel „zu erbitteln und erbetteln. Vielleicht können Sie sich das in unserem reichen Land nicht vorstellen. Aber die Armut hier ist sehr real. Ich wünsche Ihnen: Werden Sie alt und bleiben sie gesund.“ Stoffels war einer derjenigen, die ihren Heimweg mit einem Scheck über 7000 Euro für ihre Organisation antreten dürfen. Guido Lohmann, an diesem Abend kein Volksbank-Chef, sondern rein „Bewegen hilft“-Initiator, hatte in der kuscheligen und liebevoll hergerichteten Kaffeerösterei zu einem Dankeschön-Abend für die Unterstützer der Aktion eingeladen. Ein Abend, den wohl alle Anwesenden so schnell nicht vergessen werden.

Denn es war nicht nur die sensationelle, eigens noch auf 49 000 Euro aufgerundete Gesamtspendensumme, die den großen Erfolg von Lohmanns zweitem privaten regionalen Charity-Projekt ausmachte. Es war nicht zuletzt das gemeinschaftliche Gefühl, das Richtige getan zu haben.

Für die Richtigen.

Neben Stoffels überzeugten die Vertreter der Lebenshilfe, der Hochheider Tasche, des Hospiz’ Haus Sonnenschein, des Palliativzentrums Ka-Li sowie der Vereine Wie du mir und Klartext für Kinder mit ihren Inhalten. Wer es irgendwie schaffen konnte an diesem terminüberfrachteten Donnerstag, der kam vorbei und erwies Lohmann und den Ehrenamtlern die Ehre. Und wenn es nur für zwei Stündchen war wie bei NV’s Bürgermeister Lenßen oder IHK-Vize Frank Wittig.

Initiator Lohmann genoss die Atmosphäre und moderierte humorvoll die digitale Bild-Dokumentation. Eine ganze Region hatte er in Bewegung gebracht. Das Team Biker aufs Rad, Steuerberater zum Spinning, Moerser Rock’n’Roller aufs Parkett, Kamp-Lintforter Möhnen auf „eine vier Kilometer lange Strecke mit sieben Kneipen“, sich selbst ans Eisen und sogar aufs Pferd. Selbst bewegt war der 50-Jährige, als er erklärte: „Wir machen das im nächsten Jahr wieder. Und dann wollen wir noch mehr.“

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