Wochenmarkt

Bisher kältester Markttag des Jahres in Moers

Sabine Holl (li.) und Susanne Goldenberg  trotzen der Kälte auf dem Moerser Wochenmarkt.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Sabine Holl (li.) und Susanne Goldenberg trotzen der Kälte auf dem Moerser Wochenmarkt.

Moers.   Bei minus sechs Grad trotzen wenige Stände auf dem Wochenmarkt der Kälte. Viele müssen zuhause bleiben. Zwei Marktfrauen wissen sich zu helfen.

Minus sechs Grad zeigt das Thermometer. Der Himmel ist blau, die Temperaturen im Keller, auch auf dem Wochenmarkt. Dort hat sich die NRZ am bisher kältesten Markttag des Jahres umgehört.

Der Gang über den Wochenmarkt zeigt: nur zwölf Stände trotzen der Kälte am Markt-Dienstag. Fast das Doppelte findet sich an den wärmeren Tagen auf dem großen Platz und in der Innenstadt wieder.

Gemüse- und Blumenhändler bleiben zuhause

Vor allem die Gemüse- und Blumenhändler bleiben bei den Temperaturen zuhause. „Viele haben nicht die Möglichkeit, ihre Stände zu beheizen oder von allen Seiten vor Wind zu schützen“, so Rolf Huxhagen, Inhaber von Blumen neu. Er hat sich mit einem Gemüsestand zusammengetan und die beiden Zelte zusammengeschlossen: „So kann man die Stände nicht nur gemeinsam beheizen, beide sind auch von allen Seiten vor Kälte geschützt.“

Rolf Huxhagen ist an diesem Markttag als einziger Blumenhändler mir seinem Verkaufsstand vor Ort, und dementsprechend gut ist auch sein Umsatz. „Wäre die Konkurrenz da, würde das sicherlich anders aussehen“ betont er.

Kundenpflege, auch bei -6 Grad Celsius

Für Mico Kolak, vom Obst- und Gemüsehändler Uwe Westerhoff rentieren sich die kalten Tage nicht. Auch wenn sein Zelt beheizt ist und rundherum geschlossen, bei den Temperaturen kommen weniger Kunden und die verteilen sich dann auf alle Gemüsestände: „Wir machen wenig Umsatz, das ist viel mehr Kundenpflege.“

Sabine Holl und Susanne Goldenberg von der Metzgerei Breiter trotzen der Kälte mit dicken Winterjacken, Handschuhen, einem warmen Heizofen und viel heißem Kaffee.

Sie sehen vor allem die Vorhersagen der Meteorologen kritisch: „Es ist nicht kälter als die letzten Tage auch. Viele Kunden werden aber von den dramatisierenden Wettervorhersagen abgeschreckt.“

Es beginnt das Warten auf höhere Temperaturen

Die wenigen Kunden, die auf dem Marktplatz unterwegs sind, können den Trubel um die Kälte nicht nachvollziehen: „Einkaufen muss man doch immer“, betont eine Besucherin.

Dennoch bleiben die meisten in diesen Tagen lieber zuhause oder in den warmen Einkaufsläden.

Der Umsatz der Markthändler geht zurück und auch die Ständevielfalt auf dem Moerser Wochenmarkt leidet zurzeit. Da bleibt nur zu hoffen, dass mit dem meteorologischen Frühlingsanfang am 20. März auch die Temperaturen wieder steigen.

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