CDU-Bundesvorsitz

Bundesparteitag: Moerser CDU-Delegierte legen sich fest

Ingo Brohl (li.) und Frank Berger

Ingo Brohl (li.) und Frank Berger

Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Ingo Brohl, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, und Frank Berger, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, haben sich ihre Meinung gebildet.

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„Mir ist lieber einer kommt aus der Wirtschaft zurück, als Kevin von der Schulbank, der meint er könnte die SPD führen.“ Nein, man kann dem Moerser CDU-Fraktionsvorsitzenden Ingo Brohl wirklich nicht vorwerfen, dass er ein Blatt vor den Mund nähme. Und so erklärte er am Dienstagabend in der Kaffeerösterei vor der versammelten CDU-Mannschaft: „Ich bin festgelegt auf Friedrich Merz.“ Wofür er mit Bravo-Rufen und Applaus belohnt wurde.

Frank Berger, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und, wie Brohl, Moerser, wird auf dem Bundesparteitag hingegen nicht für Friedrich Merz stimmen: Dieser habe eine hohe wirtschaftliche Kompetenz, so Berger; was aus dem Publikum mit dem Zuruf „ein Geschenk Gottes“ quittiert wurde. „Aus einer hohen wirtschaftlichen Kompetenz erwächst eine hohe soziale Verantwortung“, fügte Frank Berger allerdings hinzu und erinnerte daran, dass die soziale Marktwirtschaft ja eine Erfindung der CDU gewesen sei.

Nicht gewöhnt, über den Parteivorsitz zu diskutieren

„Das Soziale ist in unserer DNA drin.“ Er will, wie er gegen Ende der Veranstaltung erklärte, seine Stimme für Annegret Kamp-Karrenbauer geben. Im Gespräch mit der NRZ sagte er allerdings, dass er sich nur zu 90 Prozent festgelegt habe. „Wenn es eine Person schafft, Delegierte umzustimmen, dann ist sie auch die geeignete Parteichefin oder der geeignete Parteichef“, befindet Berger.

Ingo Brohl sieht nach der Veranstaltung, die unter dem Motto „Reden wir?!“, zu der übrigens nicht nur CDU-Mitglieder erschienen waren, folgendes Stimmungsbild: zwei Drittel für Friedrich Merz, ein Drittel für Annegret Kramp-Karrenbauer. Frank Berger gibt zu bedenken, dass es die CDU nicht gewöhnt sei, in dieser Art und Weise über den Parteivorsitz zu diskutieren: „Ich finde es herrlich.“

Brohl und Berger: Eine Position der Stärke

Dass sich eine ehemalige Ministerpräsidentin, ein amtierender Bundesgesundheitsminister und ein ehemaliger Vorsitzender der Bundestagsfraktion um den Parteivorsitz bewerben, bewerten Ingo Brohl und Frank Berger als eine Position der Stärke, aus der heraus die CDU sich nun werde erneuern können.

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