Comedy

Carmela de Feo hat in Kamp-Lintfort für Begeisterung gesorgt

Carmela de Feo.

Carmela de Feo.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   La Signora hat sich am Freitag über Thermomix-Geräte und andere Haushaltsangelegenheiten ausgelassen. Und übers Marinieren gesprochen.

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Carmela de Feo hat dem Publikum in der Kamp-Lintforter Stadthalle Bauchschmerzen und Tränenvergießen beschert. Doch nicht mit bösen Absichten. Hochgeschlossene Bluse, langer Nadelstreifen-Rock, blickdichte Strümpfe und Haarnetz. Das Outfit von Carmela de Feo, oder wie sie sich nennt „La Signora“, verspricht wenig Spaß. Doch der Schein trügt. Mit ihrem Programm „Die Schablone, in der ich wohne“ begeisterte sie das Publikum.

Ihre Sprüche und Lieder mit Akkordeonbegleitung sorgten für Lachanfälle und Freudentränen, dabei ging der eine oder andere Kommentar auch mal unter die Gürtellinie.

Stoff für Lacher bargen auch die Dialoge mit dem Publikum. De Feo erzählte von ihrem wahrgewordenen Traum, ein Star zu sein, und von sogenannten Reality Stars. Das könne ja schließlich jeder sein. Vor allem die Hausfrau sei eine Hauptrolle. Also pickte sich die Italienerin einige Frauen heraus und fragte sie, was sie im Haushalt gerne machen.

Das Bügeln hat auch eine andere Seite

Und so bekam das Bügeln eine Komik, die sich vorher nicht erahnen ließ, und die anderen Zuschauer schrien bald vor Lachen.

Besonders abgesehen hatte es die gebürtige Oberhausenerin auf Thermomix-Besitzerinnen. Denn diese Geräte würden die Frauen austauschbar machen und außerdem in Zombies verwandeln: „Habt ihr es gesehen? Das Glänzen in den Augen, die Träne, die die Wange heruntergekullert ist?“ Ebenfalls schlimm stehe es mit den anderen Küchengeräten, das „moderne Alcatraz der Hausfrauen“. Der elektrische Mixer hat den Handmixer ersetzt – „Wo sollen die Aggressionen jetzt hin? Den Kindern darf man ja keine mehr tuppern.“

Die Waschmaschine ersetzte den Brunnen, an dem sich die Frauen trafen und Geheimnisse austauschten. La Signora: „Jetzt weiß doch keine mehr, wie sie ihrem Mann ordentlich den Hals auswringt.“ Natürlich kamen auch die Männer an die Reihe, die Jäger und Sammler, gebürtige Griller oder wie Carmela De Feo diese Spezies auch nennt: „Homo Holzkohlicus“.

La Signora kennt sich mit Grillen aus

Das Grillen wäre schon in der Heiligen Schrift verankert, sagte sie. Als Gott die Welt erschaffen habe und am siebten Tag ruhte, sei dies nicht nur ein Sonntag gewesen: Es war der Grilltag. „Diese Griller sind von Natur aus brutal, aber beim Marinieren entwickeln sie eine Zärtlichkeit, dass die Frauen das Bauchfleisch beneiden.“

Zuschauer Oliver Willen hat viel gelacht: „Wir sehen sie schon zum siebten Mal und es ist genial. Die Interaktion ist toll, die geht auf die Leute zu und macht das nicht nach Schema F.“ Petra Langenohl gefiel die Kombination aus Gesang und Comedy: „Sie kann sich auch sehr gut bewegen und was sie bringt, ist wirklich lustig.“

Und auch Veranstalter Theo Wellmann war glücklich: „Das Programm ist super, ich bin sehr zufrieden.“

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