Am Niederrhein

CJD Berufsbildungswerk: „Wir praktizieren Integration“

Lehrer Achim Will (2. v.l.) verkauft Holzarbeiten von Schülern. Das CJD Berufsbildungswerk feiert Jubiläum und Straßenfest.

Foto: Ulla Michels

Lehrer Achim Will (2. v.l.) verkauft Holzarbeiten von Schülern. Das CJD Berufsbildungswerk feiert Jubiläum und Straßenfest. Foto: Ulla Michels

Moers.   40 Jahre CJD Berufsbildungswerk Niederrhein in Moers. Beim Tag der offenen Tür berichten Ehemalige, welche Bedeutung die Einrichtung für sie hat.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In diesem Jahr besteht das CJD Berufsbildungswerk Niederrhein 40 Jahre. Nachdem dies im Mai bereits mit einem Festakt gefeiert wurde, standen am Samstag an der Pestalozzistraße in Utfort ein Straßenfest und ein „Tag der offenen Tür“ auf dem Programm.

„Damit möchten wir uns zum einen der Öffentlichkeit präsentieren und gemeinsam viel Spaß haben“, erklärte Dieter Sander, Leiter der Einrichtung. Für beides war bestens gesorgt: Werkstätten und Räumlichkeiten waren für alle Besucher geöffnet, eine Tombola bot soziale Dienstleistungen als Preise, ein Flohmarkt alten und neuen Trödel und in der Cafeteria war für das leibliche Wohl gesorgt.

Vorbereitung auf den ersten Arbeitsmarkt

Dazu gab es im Saal ein buntes, unter anderem von der Moerser Musikschule und Magier Jacomo gestaltetes, Bühnenprogramm. Das CJD Berufsbildungswerk Niederrhein ist Teil des Christlichen Jugenddorfwerkes, das in ganz Deutschland rund 150 solcher Einrichtungen betreibt. Diese haben sich die Förderung von jungen Menschen mit, vor allem sozialen, Behinderungen zur Aufgabe gesetzt: „Wir begleiten junge, benachteiligte Menschen von der Berufsvorbereitung über Praktika bis hin zur Ausbildung mit Berufsabschluss und ermöglicht ihnen so eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt“, erläutert Sander.

„Viele reden von Integration und Inklusion, wir praktizieren sie“, ergänzt sein Kollege Hartmut Speis. Wie gut das funktioniert, zeigten zum Beispiel Sebastian (19) und Eike-R. (24), zwei Ex-CJD-ler, die immer wieder gerne nach Moers zurückkommen.

Nach der Ausbildung einen Job in der Heimat gefunden

Während der eine nach erst kürzlich abgeschlossener Ausbildung zum Werkzeugmaschinen-Werker, bereits einen Job in seinem Heimatort Viersen gefunden hat, ist sich der andere immerhin über seinen künftigen Berufswunsch klar geworden. Nach einer Ausbildung als Verkäufer im Einzelhandel möchte er nun Erzieher werden und dem Beispiel seiner Betreuer im CJD folgen: „Das CJD hat mir in allem sehr geholfen“, sagte Sebastian.

„Über das CJD habe ich meinen Weg gefunden. Es war meine bisher beste Zeit dort“, bestätigt Eike-R., der in Issum wohnt. Neben Nachbarn und Bekannten nutzten denn auch viele Ehemalige das Fest, um Lehrer und Kollegen wiederzusehen, um Erinnerungen und Erfahrungen auszutauschen, um Kontakte aufzufrischen oder neue zu knüpfen: „Bei uns hat jeder eine Chance. Wir haben keine Vorurteile gegen niemanden“, betonte Sander. Am Samstag konnte sich jeder Besucher vor Ort davon überzeugen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik