Corona in Moers

Corona in Moers: Das sagen die Menschen zur Ausgangssperre

In Moers gibt es unterschiedliche Meinungen zur Ausgangssperre.

In Moers gibt es unterschiedliche Meinungen zur Ausgangssperre.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers.  Eine Ausgangssperre als ultimatives Mittel, um die Corona-Epidemie in den Griff zu bekommen? In Moers gibt es unterschiedliche Meinungen dazu.

Ausgangssperre? Die NRZ hat sich in Moers umgehört. Blumenhändler Rainer Heymanns zum Beispiel ist sich nicht sicher: „Ich weiß nicht, was so eine Ausgangssperre genau bedeuten würde, bis jetzt gab es nichts Vergleichbares in meinem Leben, aber in der Not starke Maßnahmen zu ergreifen, ist gut.“

Zwei ältere Marktbesucherinnen sind geteilter Meinung: „Ich fände die Sperre sinnvoll, möchte aber noch alleine spazieren gehen dürfen“, meint eine der Frauen. Ihre Freundin sagt: „Ich fürchte mich vor den Konsequenzen einer Ausgangssperre. Vielleicht fangen die Leute dann an zu rebellieren.“

Auf der Moerser NRZ-Facebookseite sind fast alle der Meinung, eine Ausgangssperre müsse sein. So auch Nutzerin Reni Ma: „Ja, es ist erschreckend, wie viele Jugendliche und vor allem ältere Menschen sich auf der Straße befinden und sich keine Gedanken machen wegen ihrer Gesundheit.“

Reinhold Adler vertritt eine klare Meinung: „Ja leider, und je eher je besser. Die bisherigen Argumente und Appelle an die Vernunft haben zwar mittlerweile schon viele Menschen erreicht und einsichtiger werden lassen, aber bei den 5 - 10 %, die es immer noch nicht einsehen, dass durch ihr Verhalten vielleicht auch ihre eigenen Großeltern, Eltern oder andere nahe Verwandte in Kürze sterben könnten, hilft auch das nichts.“

Bürgermeister Christoph Fleischhauer sagte am Freitag zur Ausgangssperre: „Wenn wir in Moers Auffälligkeiten feststellen, werden wir im Krisenstab zu dem Thema beraten. Ich habe aber den Eindruck, dass die Maßnahmen von Bund und Land greifen.“

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