Lichtkunst

Das Geld für die Beleuchtung der Fördertürme ist da

So sahen die beiden alten Fördertürme in einer Nacht im November 2015 aus.

Foto: Privat

So sahen die beiden alten Fördertürme in einer Nacht im November 2015 aus. Foto: Privat

Neukirchen-Vluyn.   Stadt Neukirchen-Vluyn, Sponsoren und Lichtkünstler haben sich geeinigt. Damit können die alten Fördertürme dauerhaft illuminiert werden.

Die Stadt wird wohl um eine echte Attraktion reicher: Die Illuminierung der Fördertürme auf Niederberg ist offenbar gesichert. In der Sitzung des Bauausschusses teilte die städtische Beigeordnete Margit Ciesielski am Mittwoch überraschend mit, dass die Finanzierung steht.

Wie Margit Ciesielski, befragt nach dem Sachstand, vor dem Ausschuss berichtete, haben Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Vertreter der Enni, der RAG Montan Immobilien sowie der Firma Lichtwechsel.Ruhr verhandelt. Dabei sei die Sponsorensumme von 5000 Euro fest zugesagt worden. Dieses Geld werde die Installation sowie die dauerhafte Beleuchtung der Fördertürme auf dem ehemaligen Zechengelände ermöglichen. Ciesielski: „Das Projekt befindet sich schon in der Umsetzung.“ Und: Der städtische Haushalt werde dadurch mit keinem Cent belastet.

Die beiden Künstler Wolfgang Schubert und Rolf Arno Specht von Lichtwechsel.Ruhr hatten die Fördertürme im November 2015 aus eigener Initiative lila und grün beleuchtet. Danach überschlugen sich die positiven Reaktionen über die eindrucksvolle Kulisse. Die Forderung nach dauerhaften Beleuchtung der Bergwerks-Zeugen neben der Niederrheinallee kam schnell auf. Jetzt wird die Illumination wohl Realität.

Wann es soweit ist, ließ sich am Abend nicht mehr klären. Fest steht aber, dass die technische Ausführung eine andere sein muss als beim ersten Mal. Damals hatten die Lichtkünstler Akkuleuchten und Bodenstrahler verwendet. Die Akkus sind nach acht Stunden leer und die Bodenstrahler zu anfällig für Vandalismus. Strom ist auf dem Gelände vorhanden.

Gleichwohl stimmte der Ausschuss einem SPD-Antrag zu, wonach der Bürgermeister mit der RAG-Stiftung verhandeln soll. Ziel soll sein, Geld aus der „Initiative Glückauf Zukunft“ für die Illuminierung der Fördertürme sowie für das Förderrad zu bekommen, das eine Schul-Arbeitsgruppe für eine multifunktionale und mediale Open-Air-Bühne auf Niederberg installieren möchte.

Chance nicht verstreichen lassen

Wie Günter Zeller (SPD) berichtete, stellt die „Initiative“ 15 Millionen Euro für Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Sport zur Verfügung, die der Würdigung des Bergbaus und als Signale für den Aufbruch dienen. Man solle die Chance, auf der früheren Zechenfläche eine Erinnerung an den Bergbau in Neukirchen-Vluyn schaffen zu können, nicht verstreichen lassen. Diese Verhandlungen, so Zeller, würden die jetzt schon gesicherte Finanzierung der Förderturm-Illumination nicht behindern.

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