Freizeit

Das Grillen soll auch am „Schwafi“ in Moers erlaubt werden

Grillen im Moerser Schloss- und Freizeitpark ist beliebt. Dies soll nun auch am Schwafheimer Bergsee offiziell erlaubt werden – in einer separaten Grillzone.

Grillen im Moerser Schloss- und Freizeitpark ist beliebt. Dies soll nun auch am Schwafheimer Bergsee offiziell erlaubt werden – in einer separaten Grillzone.

Foto: Archivfoto: Klaus Dieker / Ja

Moers.  Die Stadt Moers möchte die Parksatzung ausdehnen und Grillen am „Schwafi“ offiziell erlauben. Auch die Dauer der Grillsaison soll sich ändern.

Was bislang schon häufig praktiziert worden ist, soll nun offiziell erlaubt werden: Grillen am Schwafheimer Bergsee. Dies geht aus einer Vorlage der Stadtverwaltung für den zuständigen Fachausschuss des Rates hervor. Gleichzeitig empfiehlt sie, den Vorschlag der CDU auf Einführung eines „Grill-Tickets“ nicht weiterzuverfolgen.

Die Grundlage für den Vorstoß der Verwaltung bildet ihr Vorschlag an die Politik, die bislang nur für den Schloss- und Freizeitpark geltende Parkanlagensatzung auch für den „Schwafi“, den Freizeitpark Kapellen sowie den Jungbornpark in Repelen auszuweiten. Sie besagt unter anderem, dass nur in ausgewiesenen Grillzonen gegrillt werden darf.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Gibt es ein solches Areal in einer Grünanlage nicht, ist Grillen dort generell verboten. Mit der Satzung im Rücken könnte beispielsweise das Ordnungsamt die entsprechenden Regeln tatsächlich in allen Parks gleichermaßen durchsetzen.

Stadt Moers schlägt eine längere Grillsaison vor

Am Bergsee sei ausreichend Platz, um ein separates Grillareal einzurichten, heißt es weiter in der Vorlage. Dies sieht die Verwaltung für die Anlagen in Kapellen und Repelen aber nicht gewährleistet. Der Freizeitpark sei zu klein, Grillen auf der offenen Wiese würde, so die Argumentation, den Park für andere Besuchergruppen abwerten.

Das Konzept des Jungbornparks sei auf die Entwicklung der Historie ausgerichtet, zudem lasse der „stark bewaldete Charakter“ die gelungene Integration eines Grillareals kaum zu. Konsequenz: Im Jungborn- und im Freizeitpark wird Grillen verboten. Unabhängig davon gilt auch im Schloss- und Freizeitpark sowie am Bergsee Grillverbot, sobald die Stadt in einer Dürreperiode offiziell eine Brandgefahr erklärt.

Darüber hinaus schlägt die Stadt vor, die Grillsaison im Park einen Monat früher beginnen und einen Monat später enden zu lassen. Dies entspreche dem tatsächlichen „Grillverhalten“ der Menschen. Demnach soll die Saison künftig vom 1. April bis 31. Oktober dauern.

Verwaltung kann CDU-Vorschlag nur wenig abgewinnen

Vor allem aus praktischen Gründen kann die Verwaltung der Forderung der CDU-Fraktion wenig abgewinnen, die Kosten etwa für Müllentsorgung und Kontrollen mithilfe eines „Grill-Tickets“ direkt auf die Verursacher umzulegen.

Eine Bezahl-App sei derzeit nicht auf dem Markt, bezahlen ausschließlich über Smartphone würde manchen Bürger wohl auch überfordern, so die Verwaltung. Beim Einsatz von Automaten, wie sie auch für Parkscheine genutzt werden, wären allein für Investition, Kontrollen, Reparaturen und Leerung pro Jahr gut 33.000 Euro zu refinanzieren. Verkaufe man im selben Zeitraum 3000 Karten, würde deren Preis bei 11 Euro liegen. (wit)

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