Jugendfeuerwehr

Das ist der Planungsstand fürs Zeltlager in Neukirchen-Vluyn

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Mirco Hegl (li.) und Lutz Reimann vor dem ehemalingen Sportplatz am Klingerhuf in Neukirchen-Vluyn.

Mirco Hegl (li.) und Lutz Reimann vor dem ehemalingen Sportplatz am Klingerhuf in Neukirchen-Vluyn.

Foto: kai kitschenberg / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die Jugendfeuerwehr Neukirchen-Vluyn ist im August Ausrichter des Kreisjugendzeltlagers. 13 Gruppen kommen. Jetzt folgen weitere Detailplanungen

Am letzten Sommerferienwochenende kommen viele junge Menschen nach Neukirchen-Vluyn. Insgesamt werden etwa 500 Menschen zum Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren erwartet. Das bedeutet für die Kameradinnen und Kameraden der hiesigen Feuerwehr noch eine Menge Organisation. Ursprünglich hatte die Jugendabteilung das Kreiszeltlager schon 2021 ausrichten wollen. Das hätte so wunderbar zu den beiden Jubiläen gepasst: 100 Jahre Feuerwehr und 40 Jahre Jugendfeuerwehr.

Dann kam Corona. Und im vergangenen Jahr war erstmal Rheinberg dran. Jetzt stecken Mirko Hegl, der Leiter der Jugendfeuerwehr, und Feuerwehrchef Lutz Reimann mitten in den Vorbereitungen für das große Ereignis, das für den Zeitraum vom 2. bis 6. August geplant ist. Derzeit ist die Vorbereitungsgruppe um Hegl rund 15 Personen stark. Aber: „40 bis 50 Leute werden wir am Ende sein“, schätzt Reimann.

Aus sechs anfangs potenziellen Standorten hat sich jetzt der Klingerhuf als Veranstaltungsort herauskristallisiert. Dabei waren Aspekte wie die Platzverhältnisse, die Möglichkeiten für das Aufstellen oder Nutzen sanitärer Anlagen, aber auch Parkmöglichkeiten und die Voraussetzungen für andere Infrastruktur wie Wasser und Abwasser wichtig.

Die Feuerwehr muss für den Notfall planen

Und letztlich kommt ein weiterer Aspekt zum Tragen, über den Außenstehende wohl nicht nachdenken würden. „Wir müssen Räume haben, um die Menschen im Notfall evakuieren zu können“, sagt Feuerwehrchef Reimann. Wenn ein Unwetter über das Gebiet hereinbricht, können die Jugendlichen im Viva Event- & Freizeitpark Schutz finden. Das sei mit den Betreibern besprochen.

Die Zelte, in denen die Kinder und Jugendlichen übernachten, sowie das Versorgungszelt sollen auf der Sportanlage Platz finden. Vermutlich sollen sie in einer U-förmigen Anordnung aufgebaut werden, so dass in der Mitte ein zentraler Platz entsteht, den die Jugendlichen zum Fußballspielen nutzen können, oder auf dem die Gruppe zum Lagerfeuer zusammenkommen kann.

Für die Sanitärcontainer ist nach derzeitigem Stand der Vorplatz der früheren Kampfbahn vorgesehen. Von der ursprünglichen Idee, ein kleines Sanitärdorf auf dem Rasenplatz zu installieren, hat das Orgateam Abstand nehmen müssen. Aber die aktuelle Planung hat auch ihren Reiz.

Wie Lutz Reimann sagt, kümmert sich der Baubetriebshof darum, dass Gelände freizuschneiden, den Rasen zu mähen und Flächen abzuwalzen. „Das ist alles super geregelt“, lobt er. Mirko Hegl und sein Team machen sich nun erste Gedanken zu den Lagerspielen. Platz hat die Jugendfeuerwehr reichlich für diesen Zweck. „Hinten raus auf die Wiesen“, setzt Hegl an. „Und der ganze Wald ist nutzbar.“

In der Konzeption achten er und seine Kameradinnen und Kameraden darauf, dass verschiedene Anforderungen an den Feuerwehrnachwuchs gestellt werden. Es gibt Geschicklichkeitsspiele, solche für die Ausdauer, Ratespiele, Kräftemessen und dergleichen mehr. Auch ein Besuch im Freizeitbad ist vorgesehen.

Die Kameraden aus Moers-Hüldonk kochen

Die Verpflegung der rund 500 Zeltenden übernimmt der Löschzug Hülsdonk aus Moers, erklären Reimann und Hegl. „Die haben eine Versorgungseinheit und bringen die Gulaschkanone mit.“ Für die Neukirchen-Vluyner ist es ziemlich hilfreich, dass die benachbarte Feuerwehr Erfahrung mit der Großküche hat.

Schon Pasta mit Soße für 500 Leute zu kochen, dürfte nicht einfach sein. Zumal sicher der eine oder die andere kein Schweinefleisch isst oder sich vegetarisch ernährt. Reimann: „Schon Grillen ist eine Herausforderung.“ Gleichwohl ist im August natürlich auch ein „Rudelgrillen“ geplant, wie Hegl sagt. Heißt: Jede Jugendfeuerwehr hat einen eigenen Grill dabei und versorgt die eigenen Leute.

Aber bevor jetzt die ersten Würstchen gekauft werden, muss noch ganz viel Detailplanung erledigt werden. Was für die Feuerwehr schon mal hilfreich ist: Die Politik hat einen städtischen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro gewährt.

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