ABTEIBERG

Das Kloster Kamp öffnet am Museumstag seine Schatzkammer

Dr.Peter Hahnen (r.) präsentierte die Schätze des Abteiberges.

Foto: Ulla Michels

Dr.Peter Hahnen (r.) präsentierte die Schätze des Abteiberges. Foto: Ulla Michels

Kamp-Lintfort.   Das Kloster Kamp beteiligt sich zum dritten Mal am Internationalen Museumstag. Für Dr. Peter Hahnen die Gelegenheit, die Schatzkammer zu öffnen.

„Mir ist es wichtig, das Haus vor allem für Familien und Kinder zu öffnen“, so Dr. Peter Hahnen, Leiter des Geistlichen und Kulturellen Zentrums Kloster Kamp und des Museums, der „Schatzkammer“ des Klosters. Es ist das dritte Mal, dass die Museumsorganisationen Deutschland die „Schatzkammer“ auf dem Kamper Berg zum Internationalen Museumstag eingeladen haben.

Aus diesem Anlass stand am Sonntag eine Menge auf dem Programm. Um 11.30 lud Hahnen zur ersten Schnuppertour „Die Suche nach dem Paradies“ am Abteiplatz ein.

Neben alten Gemälden, die das Zisterzienserkloster und dessen zahlreiche Töchterklöster darstellen, einer großen Glasvitrine mit vier prunkvollen Messegewändern sowie einem kunstvoll handbeschriebenen Buch aus dem Mittelalter, gab es außerdem ein sogenanntes „Vorgehänge“ aus grünem Seidensamt mit Gold und Silber gestickten Heiligenfiguren zu bestaunen. Zwei Ehepaare fanden sich zu der ersten Führung ein, mit Familien rechnete Hahnen erst um die Mittagszeit.

Detektivgeschichten für Kinder

Für die kleinen Besucher las Hahnen vor den Vitrinen mit den Originalrequisiten aus der Detektivgeschichte „Der Schatz unterm Kloster“ vor. Schon in den letzten beiden Jahren sei der Museumstag auch bei jungem Publikum gut angekommen.

Familien und Kinder seien ein Klientel, dass man sonst weniger in Museen findet. Deswegen ist es dem Leiter der Schatzkammer besonders wichtig, junge Leute für die Geschichte und die Requisiten des Klosters zu begeistern.

Kinder sollten den Museumsbesuch schätzen lernen

Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass ein Kind, welches vor seinem zwölften Lebensjahr nicht gelernt hat, dass ein Besuch im Museum wertvoll und kostbar ist, dies in seinem Leben auch nicht mehr lernen wird, berichtet Dr. Peter Hahnen, der das Programm für den Internationalen Museumstag auf Kamp eigenhändig geplant hat. Eintritt mussten die Besucher wie gewohnt nicht bezahlen, Spenden waren willkommen.

„Das Wort Museum benutze ich in der Öffentlichkeit gar nicht mehr, der Begriff ist eine unglaubliche Hürde. Ich nenne es nur noch Schatzkammer – das weckt mehr Interesse“, so Hahnen.

Die Schnuppertour lohnt sich

Besonders freut er sich darüber, dass Leute, die an einer solchen Schnuppertour teilgenommen haben, meist wiederkommen, um eine richtige Führung zu buchen. Der Theologe und Kulturmanager macht auch Führungen mit Kindern der Kindertagesstätte Spatzennest von nebenan. Obwohl er kein Priester ist, hält er mit den Kindern regelmäßig Gottesdienste ab. „Man kann trotzdem Gottesdienste feiern und Gott danken für das, was wir haben.“

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