Sternsinger

Den Sternsingern in Kamp-Lintfort macht Regen nichts aus

Unterwegs mit den

Unterwegs mit den

Foto: Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   Unterwegs mit den Sternsingern: Der Einsatz ist lang, macht aber großen Spaß. An einer Haustür klingeln die Jungen ganz besonders gern.

Aufkleber, Handzettel oder doch die vielfach bewährte Kreide: Wer sich von Jannis, Felix und Max alias die Heiligen Drei Könige am Samstag den Segen nach Hause bringen ließ, der hatte die Wahl. „Die meisten Menschen entscheiden sich für den Aufkleber, weil man an viele Hausfassaden gar nicht mehr mit Kreide dranschreiben kann“, weiß Tanja Koschare.

Sie leitete die Gruppe der St. Josef-Gemeinde, zu der ihre Söhne Felix und Max Koschare sowie Jannis Falk gehörten. Seit vier Jahren ziehen sie in dieser Konstellation durch Kamp-Lintforts Straßen.

Schlimmer Schneesturm vor zwei Jahren

Ihr Bezirk schloss am Wochenende vor allem die Straßburger, Danziger und Pestalozzistraße ein. Tanja Koschare hatte dabei den Überblick. Auf ihrer Liste standen die Personen, die sich zuvor angemeldet hatten, um den Segenspruch gebracht zu bekommen und dafür bereit waren, eine Spende für das Sternsinger-Projekt in Peru zu geben. An gut 70 Türen klingelte die Gruppe. Mehr als sechs Stunden waren sie unterwegs. „Es macht Spaß und die Leute freuen sich, wenn wir kommen“, sagt der elfjährige Max.

Der anhaltende Nieselregen war an diesem Tag zwar ungemütlich, doch die Sternsinger waren hart im Nehmen: „Vor zwei Jahren war so ein Schneesturm, da hatten wir Probleme zu den Haustüren zu kommen. Da ist ein bisschen Regen harmlos gegen“, sagt Koschare lachend.

Zur Spende gibt es meistens Süßigkeiten

Auf eine Station freuten sich die Jungs dennoch besonders: Bei Renate und Adolf Dormann gibt es jedes Jahr nicht nur etwas für die Spendendose, sondern auch einen heißen Kaffee und Kakao zum Aufwärmen. Gut gestärkt ging es nach dieser kurzen Pause auf der Straßburger Straße weiter.

Die nächsten Bewohner erwarteten die Sternsinger bereits. Wieder sangen die Könige zwei Strophen des Liedes „Stern über Bethlehem“, sagten den Segen auf und bekamen dafür eine Spende und meistens noch ein paar Süßigkeiten.

Eine Tür bleibt zu: Dann ziehen die Jungen weiter

Dann ging es zum nächsten Haus. Dieses Mal hatten die drei kein Glück – die Tür blieb zu. „Das ist uns heute schon zweimal passiert. Dann ziehen wir weiter“, erzählt Jannis. Schlechte Laune bekamen die Sternsinger dadurch nicht. Motiviert zogen sie von Haus zu Haus. „Manchmal passieren uns auch witzige Sachen“, sagt Felix.

Was er damit meinte, wurde schon kurz darauf deutlich: So wehte der aufkommende Wind einem der Jungs glatt die Krone vom Kopf. Schnell wurde diese wieder eingefangen. Kein leichtes Unterfangen.

Der aufgeklebte Segensspruch auf der Rückseite des Sternes, den die Jungen dabei hatten, war übrigens auch eher obligatorisch. Egal, ob Felix, Max oder Jannis ihn sagten: Der Spruch saß perfekt und ging jedes Mal auswendig und flott über die Lippen. Das Gleiche galt für den Liedtext. Immerhin sangen die drei allein an diesem Tag gut 140 Strophen von „Stern über Bethlehem“.

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