Campus Moers

Der Berufskolleg-Campus in Moers wird später fertig

Aus der Luft: Hier soll der Neubau des Berufskolleg-Campus in Moers entstehen.

Foto: Arnulf Stoffel

Aus der Luft: Hier soll der Neubau des Berufskolleg-Campus in Moers entstehen.

Moers/Kreis Wesel.   Die Bauarbeiten am Neubau des Berufskolleg-Campus in Moers verzögern sich. Das hat weitreichende Folgen für die einzelnen Berufsschulen.

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Der Zeitplan für den Neubau des Berufskolleg-Campus ist durcheinander geraten: Die Bauarbeiten verzögern sich um drei Monate. Das hat weitreichende Folgen für die einzelnen Berufskollegs, die nur in den Sommerferien umziehen können. Somit verschieben sich die Umzüge um ein ganzes Jahr.

Obwohl die Arbeiten am ersten Bauabschnitt pünktlich in den Sommerferien begonnen haben, kommt es zu Verzögerungen im Gesamtablauf. Das teilt die Pressestelle des Kreises Wesel mit und legt einen aktualisierten Bauablaufplan vor. Die Arbeiten an zusätzlichen Parkplätzen konnten nicht planmäßig bis zum Ende der Sommerferien fertiggestellt werden (die NRZ berichtete). Die Restarbeiten werden voraussichtlich noch rund einen Monat bis Ende September in Anspruch nehmen. Provisorische Parkflächen stehen für die Bauphase zur Verfügung.

Weitere Verzögerungen ergeben sich bei den Rohbauarbeiten, die mit dem Betonieren des Technikkellers ursprünglich nach den Sommerferien starten sollten. Mit einer Verspätung von rund drei Monaten werden diese nun voraussichtlich erst im kommenden November beginnen. Der Grund hierfür sei ein „Mangel an Personal- und Materialressourcen“, teilt die Pressestelle des Kreises Wesel mit.

Umzüge in 2021 und 2022

Der aktualisierte Terminplan sieht somit den Umzug des Berufskollegs für Technik nicht mehr für die Sommerferien 2020, sondern für 2021 vor. Die Umzüge des Mercator Berufskollegs, des Hermann-Gmeiner Berufskollegs und des Fachseminars für Altenpflege sind ebenfalls ein Jahr später, also für die Sommerferien 2022, geplant.

„Der Verzug der Bauarbeiten ist natürlich sehr bedauerlich“, erklärt das zuständige Vorstandsmitglied der Kreisverwaltung Wesel, Helmut Czichy. „Andererseits erhalten wir durch die Verschiebung der Umzüge um ein ganzes Schuljahr aber auch einen größeren Puffer für das Projekt. Ich habe Verständnis dafür, dass die Schulen im Gespräch ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht haben, zumal die Vorfreude auf einen früheren Umzug groß war und man sich jetzt erst wieder auf die neue Situation einstellen muss.“ Zumindest Marlies Zimmermann-Schubert, Schulleiterin des Hermann-Gmeiner Berufskollegs, gibt sich jedoch zuversichtlich: „Wir gehen mit den Infos ganz gelassen um. Denn der Schulbetrieb wird nicht davon beeinträchtigt.“

Aktuelle Zahlen zu den Gesamtkosten kann der Kreis Wesel erst nach Vergabe der Hauptgewerke aus Hochbau und Technischer Gebäudeausstattung vornehmen. Derzeit wird jedoch keine Überschreitung der geplanten Gesamtkosten von rund 101 Millionen Euro erwartet.

Weitere Informationen zum Neubau des Berufskolleg-Campus sind in der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Bauen und Abfallwirtschaft am Dienstag, 11. September, im Internet unter www.kreis-wesel.de einsehbar.

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