Kultur

Der Comedy Salon in Moers sorgte für zahlreiche Lacher

Moderator Benni Stark führte durch das Programm.

Foto: Arnulf Stoffel

Moderator Benni Stark führte durch das Programm. Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Im Bollwerk 107 konnte wieder gelacht werden: Der Comedy Salon ist aus der Sommerpause zurück und präsentierte drei Stand-Up-Comedians.

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Don Clarke hat wohl alles richtig gemacht: Sport mag er nicht, viel lieber ist ihm ein gutes Essen. Pokale für seine sportlichen Leistungen zieren trotzdem seine Regale. Kommt nämlich gut an, weiß er. Wie das geht? Ganz einfach: „Ich habe festgestellt, dass man Pokale kaufen kann und die günstiger sind, als eine zweimonatige Mitgliedschaft in einem Verein“, sagte Clarke. Gut, zwar ist er dadurch auch Vizemeister im Frauentennis, aber das macht ja nichts. Vielleicht stehen in der Realität keine Sportpokale in seiner Vitrine, aber vielleicht die ein oder andere Auszeichnung für seine komödiantische Unterhaltung. Don Clarke ist einer von drei Comedians, die am Mittwoch das Publikum beim Enni Comedy Salon im Bollwerk 107 in ihren Bann zogen.

Immer einen Conférencier dabei

Fünf Veranstaltungen pro Saison gehören seit elf Jahren zu der Comedy-Reihe. Am Konzept hielt Organisator Volker von Liliencron weiterhin fest: Stets drei Comedians mit jeweils zwei Auftritten und ein Moderator strapazieren die Lachmuskeln des Publikums. Dieses Mal gehörte die Bühne allein den Stand-Up-Comedians Don Clarke, Helmuth Steierwald und Jan van Weyde. „Ich habe bewusst eine reine Stand-Up-Show zusammengestellt, bei der es keine musikalischen Einlagen gibt. Der schnelle Wechsel verschiedener Künstler macht den Reiz aus“, erklärte von Liliencron.

Den Anfang machte Don Clarke, der neben dem Sport besonders sein eigenes Körpergewicht thematisierte. Dem Publikum gefielen die kurzweiligen Geschichten.

Durch den Abend hat Benni Stark geführt. Zwischen den einzelnen Auftritten der Comedians unterhielt er die knapp 150 Besucher ebenfalls mit amüsanten Anekdoten aus seinem Leben. So arbeitete er 13 Jahre lang als Herrenausstatter im Einzelhandel. Als Verkäufer habe er so einiges erlebt – über­mo­ti­vierte Hochzeitspaare zum Beispiel oder besser gesagt, übermotivierte Bräute auf der Suche nach dem schönsten Anzug für den zukünftigen Ehemann. „Da hatte mich ein weiteres Paar gefragt, wo denn die Anzugabteilung sei und ich sagte, die ist nun vor der Anprobe. 400 Anzüge hat sich die Braut schon auf ihren Arm geladen, die ihr armer Mann anziehen musste“, erzählte Stark.

Wie der Kölner so tickt

Helmuth Steierwald spielte während seines Auftrittes immer wieder mit typischen Ausländerklischees. Trotz seines deutschen Namen hat er türkische Wurzeln und berichtete dem Publikum, wie es ist, als Ausländer mit bayrischem Akzent in Deutschland zu leben.

Auch sein Programm bestand aus Alltagsgeschichten. So arbeite er als staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker, wenn er nicht auf der Bühne stehe. „Das ist eigentlich auch nur eine bessere Bezeichnung für den Dönermann.“

Nach der bayrischen Sprache ging es weiter mit dem Kölner Dialekt. Jan van Weyde erzählte unter anderem, wie die Kölner eigentlich so ticken. Ein Einblick in sein Privatleben durfte aber auch nicht fehlen: Während des Geburtsvorbereitungskurses, den er mit seiner Frau besuchte, hatten alle Männer Fragen parat. Van Weyde war da schlechter vorbereitet. Seine einzige Frage: „Ich wollte wissen, ob es gratis WLAN gibt.“

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