Freizeit

Der Ski-Klub in Kamp-Lintfort verleiht und präpariert Brettl

Wolfgang Scholz (Sportwart), Marion Heuser (Kassiererin), Thomas Schulmayer (1.Vorsitzender) und Maurice Eßert (Jugendhelfer) an der Schleifmaschine im „Skikeller", der sich allerdings  in der 1. Etage der ehemaligen Diesterwegschule befindet.

Wolfgang Scholz (Sportwart), Marion Heuser (Kassiererin), Thomas Schulmayer (1.Vorsitzender) und Maurice Eßert (Jugendhelfer) an der Schleifmaschine im „Skikeller", der sich allerdings in der 1. Etage der ehemaligen Diesterwegschule befindet.

Foto: Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   Im wenig alpinen Kamp-Lintfort gibt es einen Ski-Klub. Wo die Mitglieder die Pisten runterfahren und was sie machen, wenn kein Schnee liegt.

Skier in jeder Größe und in jeder Farbe stehen in Reih und Glied, der Größe nach geordnet, in einem Raum im alten Schulgebäude der Diesterwegschule in Kamp-Lintfort. Hier befindet sich der „Skikeller“ des Ski-Klub Kamp-Lintfort.

Der „Skikeller“ ist bei Wintersportlern fester Bestandteil jedes Skiurlaubs. In Hotels und Herbergen in Skigebieten werden dort die Gerätschaften untergestellt, die es zum Befahren der Pisten braucht. Also Helm, Skischuhe, Stöcke und natürlich Skier.

Mit Schnee in Kamp-Lintfort kann man nichts anfangen

All das gibt es jedoch auch im Skikeller des Vereins, der sich schon 1952 gründete. Zu einer Zeit, zu der Skiurlaub für die Wenigsten ein Begriff war. Aber was nützt die ganze Ausrüstung, wenn gar kein Schnee liegt, geschweige denn die geeigneten Abhänge in der Gegend liegen?

Die etwa 300 Mitglieder des Ski-Klubs haben schon ihre Gründe, warum sie dem Verein angehören. „Skigymnastik über das ganze Jahr hinweg, Ausflüge nach Winterberg, in die Skihalle nach Neuss und in die Skigebiete in der Schweiz und in Österreich“, zählt Thomas Schulmeyer, erster Vorsitzender des Vereins, die Aktivitäten des Klubs auf. „Wenn hier in Kamp-Lintfort Schnee liegt, können wir aber nichts damit anfangen.“

Ganzjährige Gymnastik und Skiverleih

Was den Klub nach eigenen Angaben von anderen Ski-Klubs der Umgebung unterscheidet, ist einmal das Angebot der ganzjährigen Skigymnastik, zu der auch auswärtige Mitglieder kommen, und der Skiverleih für Mitglieder und Gäste.

Dann wird es laut. Schleifgeräusche übertönen alles im Raum. Wolfgang Scholz packt sich einen Ski, klemmt ihn in ein großes, blaues Ungetüm. Er ist der Sportwart des Vereins und schleift die Skier mit einer Maschine, damit die Kanten wieder glatt sind und der Belag wieder Struktur hat. Immer wieder betreten Mitglieder oder Interessierte den Vereinsraum und erkundigen sich nach ihren Skiern, die sie zum Präparieren hier gelassen hatten.

Wolfgang und sein Enkel Maurice schmeißen die Werkstatt gemeinsam. Die Arbeitsschritte gehen die beiden routiniert durch. Erst das erwähnte Schleifen und Bearbeiten des Belags. Dann werden die Skier auf einem Gestell gewachst. Unter Rotlicht wird der Wachs dann heiß gemacht, damit er richtig hält. Jedes Jahr schauen sie sich den Bestand an und erneuern das Sortiment.

Ein toller Sport

Die Skifreizeiten des Klubs werden nicht mehr so zahlreich wahrgenommen wie früher. „Deshalb sind wir die Kooperation mit dem Westdeutschen Skiverband als unserem Dachverband eingegangen“, erklärt Thomas Schulmeyer. Dadurch könne man die Nachfrage bündeln und bessere Angebote einholen. „Außerdem ist unser ehrenamtlicher Geschäftsführer Josef Winkler ausgebildeter Skilehrer und auch Fahrtenleiter im Westdeutschen Skiverband.“

Wolfgang Scholz ist froh, dass es den Ski-Klub in Kamp-Lintfort gibt. „Skifahren ist einfach ein super Sport. Am liebsten fahre ich die langen Pisten in der Schweiz und in Österreich gemeinsam mit den Vereinskollegen hinunter.“

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