Stadtentwicklung

Der Turm in Neukirchen-Vluyn soll wieder verkauft sein

Foto: www.blossey.eu

Neukirchen-Vluyn.   Das Gebäude steht zwar noch. Aber: Nach NRZ-Informationen soll das Hochhaus am Vluyner Nordring schon wieder den Besitzer gewechselt haben.

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Das Hochhaus am Vluyner Nordring hat offenbar schon wieder den Besitzer gewechselt. Nach NRZ-Informationen soll die bisherige Eigentümerin, die Peach Property Group, das exponierte Gebäude an einen Duisburger Projektentwickler verkauft haben.

Das rund 4500 qm große Grundstück, auf dem sich der Turm samt Tiefgarage und Ladenlokal befinden, ist im Zuge des Verkaufs an die Peach Property Group vor rund einem Jahr ausparzelliert worden, um es getrennt von den weiteren Objekten an der Leibniz- und der Humboldstraße sowie den Gebäuden im Südportfolio entwickeln zu können.

Das leerstehende Gebäude galt schon sehr lange als Schandfleck auf einem Filetgrundstück. Im August des vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung mit Blick auf die Zukunft des Hochhauses mitgeteilt, dass die Peach Property Group verschiedene Lösungsmöglichkeiten sondiere.

Auch Bürgermeister Harald Lenßen hatte sich seinerzeit stark gemacht, eine städtebaulich sinnvolle Entwicklung für das Areal herbeizuführen. Man bemühte sich um Fördermittel. Zu jener Zeit war ein Kaufpreis von rund 150 000 Euro für das Hochhaus samt Tiefgarage im Gespräch. Für den Abriss und die Entsorgung von belastetem Material wurden Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro angegeben.

Bisher ist stets über zwei Möglichkeiten diskutiert worden: Entweder die Peach Property Group kann die Fördermittel direkt anfordern und die Fläche entwickeln. Oder – Plan B für den Fall, dass dies nicht möglich ist – die Stadt erwirbt das Hochhaus, reißt es ab und veräußert das Grundstück anschließend wieder für eine Summe, die mit rund 1,2 Millionen Euro beziffert wurde. Für diesen zweiten Fall wurde immer darauf hingewiesen, dass der Zwischenerwerb kostenneutral für die Stadt sein müsse.

Das Delta zwischen den Kosten und der Einnahme aus dem Wiederverkauf sollte durch die Fördermittel gedeckt werden.

Welche konkreten Pläne der neue Eigentümer mit dem Ensemble hat, ist noch unklar.

Dem Vernehmen nach soll derweil die Sanierung und Renovierung der Häuser am Kiefern-/Ulmenweg schleppend vorangehen. Nach NRZ-Informationen soll der damit beauftragte Unternehmer offenbar in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Von der Peach Property Group war gestern bis Redaktionsschluss auf die Anfrage keine Stellungnahme eingegangen.

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