Klartext für Kinder

Der Verein Klartext für Kinder feiert zehnjähriges Bestehen

Foto: Ulla Michels

Kamp-Lintfort.   Am Sonntag hat der Verein Klartext für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut zehnjähriges Bestehen gefeiert. Dazu wurde ins Parkhotel Welling geladen.

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So sieht echte Motivation aus. Die 14 Mädchen vom Moerser Seestern, der multikulturellen Spielstube der Grafschafter Diakonie – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, waren am Sonntag mit so viel Freude und Elan dabei, dass einem warm ums Herz wurde. Zusammen mit ihrem Trainer Famous haben sie im Parkhotel Welling einen Auftritt auf die Klartext-für-Kinder-Bühne gelegt, der es in sich hatte. Da wurde ausgiebig getrommelt, gesungen, getanzt und geturnt.

Und so war auch die Vorsitzende des Vereins Klartext für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut, Maria Welling, völlig von den Socken über den schwungvollen Gastauftritt zum zehnjährigen Bestehen des Vereins, das jetzt gefeiert wurde.

Die Vorsitzende dankte allen Mitgliedern, Spendern, Sponsoren und Ehrenamtlern. „Ohne Sie hätten wir das alles nicht geschafft“, sagte Welling.

Das Fest werde komplett von Sponsoren finanziert, betonte sie, bevor sie noch einmal einen kurzen Blick zurück auf den Ursprung der Vereinsgründung warf: die Weihnachtswunschbaumaktion der NRZ im Jahr 2007.

Die Vereinsvorsitzende Maria Welling lobte auch das Moerser Jugendamt. Da die Aktion so gut angekommen sei, war die Idee geboren, mit der sozialen Arbeit fortzufahren. Satzung und Geschäftsordnung wurden am 29. Februar 2008 unterzeichnet. Es habe im Gründungsjahr viele Gespräche gegeben, Strukturen mussten geschaffen werden, erinnerte Welling.

Alsdann rief sie einige Gründungsmitglieder, die sich auch heute noch aktiv einsetzen, auf die Bühne. Peggy Krebber zum Beispiel, die Anrufer deswegen vom Klartext-Telefon kennen, weil „die gute Seele“, wie Welling sie nannte, seit zehn Jahren stets das mobile Telefon bei sich hat.

Oder Birgit Banze, die immer noch über die Kasse wacht. Maria Welling: „Sie achtet auf jeden Cent. Von 100 Euro kommen mindestens 97 bei den Kindern an.“

Ursula Elsenbruch hat zehn Jahre lang die Schriftführung gemacht, hat nun den Bereich gewechselt. „Ohne Klartext kann sie auch nicht leben“, sagte die Vorsitzende. Die Öffentlichkeitsarbeiterin Gudrun Tersteegen wurde nach vorne auf die Bühne gebeten.

Reinhard Rosemann wurde gedankt und Hans-Dieter Wiechert, der die letzten acht Jahre den Vorsitz inne hatte, Michael Rüddel vom Moerser Jugendamt. Und Geschäftsführer Michael Passon.

Einen besonderen Dank sagte die Vorsitzende auch der Antragsgruppe, die in den vergangenen Jahren 3200 Anträge bearbeitet hat. 1,2 Millionen Euro seien in den zehn Jahren in die Hilfe geflossen. Hier nannte Welling noch Ulrich Ernenputsch, der die Gruppe lange Zeit geleitet hat. Michael Passon fand gewohnt klare Worte in seiner Ansprache: „Die Politik hat beim Thema Kinderarmut versagt.“ Er appellierte, am Ball zu bleiben. Und die Vertreter der drei Stadtverwaltungen dankten dem Verein Klartext für Kinder für das Engagement.

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