Politik in Moers

Detlef Raabe will 2020 in Moers Bürgermeister werden

Detlef Raabe (l.) hat sich am Freitagabend rund 50 SPD-Mitgliedern vorgestellt. Er will 2020 Bürgermeister in Moers werden.

Detlef Raabe (l.) hat sich am Freitagabend rund 50 SPD-Mitgliedern vorgestellt. Er will 2020 Bürgermeister in Moers werden.

Foto: Norbert Prümen

Moers.   Kita-Gebühren abschaffen, Tariftreue-Satzung einführen: Der designierte SPD-Bürgermeisterkandidat Detlef Raabe präsentiert sich dem Stadtverband.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Detlef Raabe (48) will bei den Kommunalwahlen 2020 Bürgermeister in Moers werden. Am Freitagabend hat er sich im Haus Engeln beim SPD-Stadtverband 50 Gästen vorgestellt und klare Ziele formuliert, wie die Stadt künftig attraktiver werden kann.

„Moers ist eine schöne und spannende Stadt, aus der man aber mehr machen kann. Die Stadt hinkt in einigen Bereichen anderen Kommunen wie zum Beispiel Kamp-Lintfort hinterher“, sagte Raabe, der von Jörg Lorenz, Geschäftsführer des Kreisverbandes Wesel, interviewt wurde.

Preiswerter Wohnraum für alle Menschen

Einer der Punkte, die ihm besonders am Herzen liegen, ist die Wohnungssituation. Hier müsse für alle Menschen preiswerterer Wohnraum entstehen. Doch damit nicht genug: Neben kostenfreien Kindertagesstätten soll es, so Raabe, auch eine Kinder- und Jugendarbeit geben, bei der erlebbar werde, wie Demokratie funktioniere.

Ein anderer wichtiger Punkt, den Raabe als Bürgermeister von Moers umsetzen möchte, ist eine Tariftreue-Satzung, bei der die Stadt nur noch Aufträge an Firmen erteilt, die tarifliche Vorgaben einhalten. Detlef Raabe, der zwischendurch immer wieder Beifall für seine Sätze bekam: „Eine solche Tariftreue-Satzung ist machbar.“ Nicht machbar seien mit ihm, dem Verdi-Gewerkschaftler, dagegen weitere verkaufsoffene Sonntage.

Besuch in Moers zurzeit alle zwei Wochen

Sollte es zur Kandidatur und zur Wahl kommen, will Raabe länger als eine Wahlperiode im Amt bleiben: „Ich möchte meine Ziele bis 2030 verwirklichen. Glaubt man den Prognosen, wäre Moers dann keine Großstadt mehr, mit entsprechenden finanziellen Auswirkungen. Ich will aber, dass Moers eine Großstadt bleibt.“

Es soll eine neue Heimat für junge Familien werden, und wir wollen die, die hier leben, auch hier behalten.“ Raabe arbeitet als Bereichsleiter Organisationspolitik bei Verdi in Berlin. In Moers sei er zurzeit etwa alle zwei Wochen, Zeit für einen Wahlkampf habe er im kommenden Jahr.

„Man muss nicht nur Schilder aufstellen...“

In jüngster Vergangenheit habe er sich auch nach vakanten Beigeordnetenstellen in Moers und Wesel erkundigt. Zur Frage, ob er Bürgermeister in seiner Heimatstadt werden möchte, habe er nicht lange überlegt. Er könne Entscheidungen treffen, woran es in Moers zurzeit häufig fehle. Seine Ideen seien nicht nur Schlagworte wie „digital Moers“. Diesen Begriff hatte Bürgermeister Christoph Fleischhauer 2018 benutzt. Mit Blick auf die Parksatzung sagte er: „Man muss nicht nur Schilder aufstellen, sondern auch kontrollieren.“

Zudem möchte Raabe gern mit den Bündnispartnern der SPD zusammenarbeiten. Das Bündnis für Moers besteht aus SPD, Grünen und Grafschaftern. Raabe wird sich jetzt an vielen Stellen der SPD vorstellen und soll am 11. Oktober nominiert werden.

Bei vielen Gästen kommt Detlef Raabe gut an

Er kam am Freitag bei vielen Gästen gut an. Paul Stucki (20): „Seine größte Qualität ist seine Kompetenz, er ist in der Lage, eine Verwaltung zu führen. Außerdem ist ihm die Meinung der Menschen wichtig.“ Anja Reutlinger lud Raabe in den Ortsverein Rheinkamp ein: „Ich habe nach dieser Vorstellung eine positive Grundstimmung, die Tariftreue-Satzung würde ich sehr begrüßen.“

>>INFO
Bei den Wahlen zum Stadtverband wurde Harald Hüskes am Freitag im Amt bestätigt. Seine Stellvertreter: Martina Barwitzki-Gräber und Norbert Behrs.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben