Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn stellt sich neu auf

Heinz-Jürgen Wienicke.

Foto: Volker Herold

Heinz-Jürgen Wienicke. Foto: Volker Herold

Neukirchen-Vluyn.   Heinz-Jürgen Wienicke ist seit November Stiftungs-Geschäftsführer. Er arbeitet an neuen Formaten und hat Ideen, wie die Stiftung wachsen kann.

Die Bürgerstiftung möchte neue Wege gehen. Das kündigt der neue Geschäftsführer Heinz-Jürgen Wienicke an. Seit November vergangenen Jahres leitet Wienicke das operative Geschäft der Stiftung.

Dabei hatte er ursprünglich einfach nur seine Räume zur Verfügung stellen wollen, nachdem mit dem Ausscheiden Joachim Bürgers aus dem Vorstand eine Alternative zur Mühle gefunden werden musste.

Es kam anders. Die beiden Herren, die zum Anschauen der Räume kamen, entschieden sich für beides: die Räume und den Mann dazu gleich mit. Nun steht der Geschäftsführer vor der Aufgabe, die Bürgerstiftung neu aufzustellen. Ideen dazu hat er jüngst auf einem Seminar gesammelt, bei dem sich Vertreter vieler solcher Bürgerstiftungen getroffen haben. Er spricht von Fundraising und vom Gedanken an einen Wirtschaftsbetrieb.

Die Aufgabe lautete: neue Wege finden

„Wenn wir für die Zukunft wachsen wollen, müssen wir neue Wege beschreiten“, sagt Wienicke.

Die Stiftung ist vor zwölf Jahren gegründet worden, laut Satzung beträgt die maximale Zeit, sich im Vorstand zu engagieren, zwölf Jahre. Daher sei auch Joachim Bürger ausgeschieden, erklärt Wienicke. Derzeit gibt es 78 Stifter. Das Stiftungskapital beträgt etwa 132 000 Euro.

Im vergangenen Jahr habe man knapp 8000 Euro an diverse Einrichtungen gegeben. Schon lange fördert die Bürgerstiftung den Einzelunterricht an der Musikschule von Kindern aus sozial schwachen Familien. „Es gibt fünf Patenschaften“, sagt Wienicke.

Aktionen sollen Geld für soziale Zwecke bringen

Meist sind es Spenden, mit denen die Stiftung agieren kann. Nun sollen der finanzielle Rahmen und die Projektpalette erweitert werden. Neben den Bereichen Kinder/Jugendliche und Bildung/Kultur soll in diesem Jahr auch ein Sportprojekt gefördert werden. „Wir werden den neuen Fußballverein bei der Ausbildung von Trainern für den Kinder- und Jugendbereich unterstützen“, kündigt der Geschäftsführer an.

Darüber hinaus möchte er Aktionen etablieren, mit denen Gelder generiert werden können, die wieder in soziale Projekte fließen.

Das Hall of Rock ist ein solches Projekt. Die Erlöse aus dem Festival kommen der Musikschule zugute (die NRZ berichtete). Es werden junge Musiker gefördert. Und: Es soll wieder eine Musikschulband gegründet werden.

Im Dezember gibt es den „Advent der Chöre“

„Wir wollen aber noch mehr für junge Menschen in der Stadt tun.“ Dazu habe es ein erstes Gespräch mit Stadt und Sparkasse gegeben. „Ganz oben steht ein Poetry Slam“, sagt der Stiftungsgeschäftsführer.

Anfang Dezember plant er eine weitere Großveranstaltung in der Kulturhalle. „Advent der Chöre“, heißt das. Die besten Chöre der Stadt treten gemeinsam auf. QuerBeat, ChorAct und Staps stehen auf der Bühne. „Das wird ein bunter Abend“, ist sich Heinz-Jürgen Wienicke gewiss.

Die Erlöse fließen in soziale Projekte. Die Veranstaltungen sollen auf Nachhaltigkeit ausgelegt sein. Wienicke: „Die Neuausrichtung ist beschlossen.“

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