Dorfmasche

Die Dorfmasche Neukirchen-Vluyn arbeitet am nächsten Projekt

Gisela Gebuhr und Martha Schlothmann arbeiten mit an der Adventslaterne für Neukirchen-Vluyn.

Gisela Gebuhr und Martha Schlothmann arbeiten mit an der Adventslaterne für Neukirchen-Vluyn.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Nachdem die Tipis auf der Laga für interessierte Blicke gesorgt haben, hat die Dorfmasche ein nächstes Projekt: eine schöne Sache für den Advent.

Die Dorfmasche hat zuletzt mit den farbenfrohen Tipis auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort für interessierte Blicke gesorgt. Jetzt gehen die fleißigen Mitglieder der Gemeinschaft mit ihrem neuesten Projekt in den Endspurt. Und auch dieses Mal ist es keine kleine Angelegenheit, mit der sich die Damen befassen. Nämlich: eine große Adventslaterne. 3,40 Meter hoch und zwei mal zwei Meter breit.

Rund 1000 Quadrate werden in dem neuen Handarbeitsprojekt verarbeitet, erzählt Ulrike Reichelt auf NRZ-Nachfrage. Gehäkelt und gestrickt. Jedes Teil ist 15 mal 15 Zentimeter groß. Die Idee ist Anfang Juli entstanden.

Ulrike Reichelt ist Teil der Dorfmasche und durch ihre Funktion im Stadtmarketing zudem eine Schlüsselperson im Austausch zwischen Dorfmasche und Stadt.

Wie es weiter heißt, hat die Dorfmasche Zulauf bekommen. Etwa 30 Handarbeitsfans sorgen mittlerweile mit dafür, dass die Welt ein bisschen bunter wird. „Die Quadrate eignen sich ja gut, um sie zuhause anzufertigen“, sagt Ulrike Reichelt.

Im Projektzimmer werden die Einzelteile – coronakonform – von jeweils wenigen Menschen zusammengesetzt. „Das ist wie ein Puzzle“, sagt Ulrike Reichelt. Als Vorlage dient der Entwurf, den sie auf Karopapier gezeichnet hat. Das Motiv zeigt die heiligen drei Könige auf ihrem Weg in eine Stadt. Das ist selbstverständlich nicht irgendeine, sondern Neukirchen-Vluyn.

Und weil die Laterne schließlich bei Wind und Wetter standfest sein muss, werden die Handarbeitsteile an eine Kantholzkonstruktion angebracht. Das Gerüst hat das Fachwerk KreisWesel gGmbH gemacht, ein regionaler Bildungsträger.

Die Häkelstücke werden an die Holzrahmen getackert und mit Kabelbindern an ein Drahtgeflecht gebunden. „Es wird zwei Türen geben“, kündigt Ulrike Reichelt an. „In diesem Jahr bleiben die aber zu.“ Wenn es womöglich ab dem kommenden Jahr wieder möglich ist, soll es in der großen Adventslaterne auch kleine Events geben, Lesungen oder dergleichen. In der diesjährigen Adventszeit wird eine Lichtquelle allerdings das einzige sein, was sich im Inneren der Laterne zu finden sein wird.

In diesen Tagen schauen Stadtmarketing und Dorfmasche, wo die Laterne gut platziert werden kann. Fest steht bereits, dass sie in Vluyn einen Platz bekommen soll. Am nächsten Donnerstag, 26. November, soll das neue Schmuckstück aufgebaut werden. Das Gerüst besteht aus neun Teilen, kann im Sommer abgebaut und im Baubetriebshof bis zur nächsten Adventszeit zwischengelagert werden.

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