Bahn

Die FDP Neukirchen-Vluyn will die Bahnreaktivierung stoppen

Die alten Gleise der Bahnlinie nach Neukirchen-Vluyn.

Die alten Gleise der Bahnlinie nach Neukirchen-Vluyn.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die FDP-Fraktion Neukirchen-Vluyn bleibt bei ihrem Nein zur Bahn. Einen entsprechenden Antrag bringt die Fraktion in den nächsten Fachausschuss.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung wird sich am Mittwoch, 25. November, wieder mit der Reaktivierung der Bahn zwischen Neukirchen-Vluyn und Moers beschäftigen. Auf dem Tisch liegt ein Antrag der FDP-Fraktion, die bekanntlich nicht zu den Befürwortern der Reaktivierung gehört. Man möge die Bemühungen um die Reaktivierung der Bahn sofort einstellen, fordert die FDP.

Die Ablehnung der Pläne haben Fraktionschef Christian Sluiters und sein Team im Vorfeld der Kommunalwahl deutlich gemacht. „Aus mehreren Gründen lehnt die FDP Neukirchen-Vluyn die weitere Verfolgung der Bahnträume von SPD und Grünen ab“, schreibt Sluiters in einer Mitteilung.

Man wolle das erste Wahlversprechen einlösen: Die bisherigen Ergebnisse zeigten, dass die Stadt sich aktuell keine Reaktivierung leisten könne. Es würden zwar Förderungen von Bund und Land bereitgestellt, aber angesichts der Schätzungen blieben große Summen übrig, die durch den städtischen Haushalt finanziert werden müssten, heißt es.

„Dieses Geld steht aktuell nicht zur Verfügung. Wir stehen bereits durch die Pandemie mit dem Rücken zur Wand“, sagt Benjamin Lampmann als sachkundiger Bürger und Fraktionsgeschäftsführer. Selbst die Planungskosten seien so hoch, dass die Stadt sich bei anderen Investitionen erheblicheinschränken müsste, heißt es weiter.

Kritik äußern die Freien Demokraten vor allem an SPD und CDU. Die SPD wolle dafür Geld unter anderem aus einmaligen Erlösen aus Grundstücksvermarktungen verwenden. „Dabei hat man sich bereits in den vergangenen Jahren über die Reduzierung von sozialen Leistungen beschwert“, sagt Sluiters. „Jetzt erhält die Stadt ggf. durch die Entwicklung der Fläche zusätzliche Mittel, die wir in Bildung und Soziales investieren können, aber dann möchte die SPD diese Mittel direkt wieder zum Fenster hinauswerfen.“

Mit Blick auf die Anwohner heißt es, die Menschen würden „einen erheblichen Teil ihres Vermögens verlieren, sowie entsprechende gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen“. Die FDP kritisiere „die Haltung der CDU. Diese hat in der Vergangenheit kein klares ,Nein’ zur Niederrheinbahn verfasst, obwohl intern bereits klar war, dass man die Pläne eigentlich nicht unterstützen möchte“, heißt es unter anderem. (sovo)

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