Corona

Die Nachbarschaftshilfe in Neukirchen-Vluyn bleibt aktiv

Ehrenamtler helfen in Neukirchen-Vluyn beim Einkaufen.

Ehrenamtler helfen in Neukirchen-Vluyn beim Einkaufen.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  In Neukirchen-Vluyn gibt es eine Gruppe Ehrenamtler, die älteren Menschen beim Einkaufen hilft. Der Bedarf könnte womöglich bald wieder steigen.

Als die Corona-Pandemie im März auch hierzulande mächtig an Fahrt aufgenommen hatte, hat sich in Neukirchen-Vluyn eine Nachbarschaftshilfe-Gruppe gegründet. Auf Facebook hat die Gruppe mit dem etwas sperrigen Namen „Corona-Virus – Neukirchen-Vluyner Nachbarschaftshilfe für ältere Menschen“ einen regen Zulauf erfahren. Rund 60 Helferinnen und Helfer hatten sich seinerzeit gemeldet, um ältere Menschen bei Einkäufen und anderen Erledigungen zu unterstützen. Mittlerweile ist die Anzahl der aktiven Helfer etwas geschrumpft, wie Sonja Pieper aus dem Orga-Team auf NRZ-Anfrage sagt.

So habe sie derzeit in Vluyn, Rayen und Hochkamer 21 Helferinnen und Helfer auf ihrer Liste, in Neukirchen sind es 20. „Es melden sich immer die gleichen“, sagt sie. Allerdings hätten sich nunmehr auch persönliche Bindungen ergeben, so dass manche Einkaufshilfen gar nicht mehr offiziell über die Nachbarschaftshilfe gesteuert, sondern privat vereinbart werden.

„Wir haben ganz wenig Anrufe“, sagt sie weiter. Gut, im Sommer schien die Pandemiesituation etwas entspannter und Menschen, die zu den Risikogruppen zählten, haben womöglich wieder verstärkt selbst eingekauft. Im Zuge der nun steigenden Infektionszahlen könnte sich das womöglich wieder ändern.

Die Stadt hat den Ehrenamtlern eine Telefonnummer eingerichtet, über die die Anfragen gesteuert werden. „Früher haben wir den AB abgehört und zurückgerufen“, sagt Sonja Pieper, die mit Nicole Tamm die Zügel in der Hand hält. Jetzt werden die Anrufe direkt auf ein Mobiltelefon weitergeleitet.

Zunächst wird erfragt, in welchem Stadtteil und in welchem Geschäft die Einkäufe erledigt werden sollen, dann werden die Helferinnen und Helfer vermittelt.

„Wir nutzen die Nachbarschaftshilfe gern als Kontakt, wenn wir beispielsweise Quarantäne-Anordnungen bekommen und die Versorgung nicht gewährleistet ist“, sagt Stadtsprecherin Sabrina Daubenspeck, die sich über das Engagement freut. Kontakt: 02845/391-227.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben