Kultur

Die Palette macht es möglich

Viele Besucher kamen zur Ausstellungseröffnung und schauten sich die vielfältigen Exponate an.

Viele Besucher kamen zur Ausstellungseröffnung und schauten sich die vielfältigen Exponate an.

Foto: WAZ FotoPool

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Moers. Ein frei hängender Stuhl an der Wand begrüßt die Besucher schon am Eingang: Die Moerser Palette eröffnete am Donnerstagabend die Ausstellung anlässlich ihres 35. Jubiläums in der VHS mit einem Umtrunk und zog Bilanz. Frei nach dem Motto: „Alles ist möglich“ zeigten 25 der insgesamt 39 Mitglieder des Kunstvereins 33 Exponate aller Genres. Vom „Freestyle“-Stuhl über farbstarke Acrylmalerei bis hin zu verfremdeten Bildern aus der Kunstgeschichte wie Hannelore Brandts Gemälde „Reiter“ in Anlehnung an Magritte gab es hier einiges aus der langen Geschichte der Palette zu sehen, darunter auch ein Novum. „Wir haben zum ersten Mal auch eine Fotografin mit ihrem Werk dabei, welches in die Ausstellung integriert ist“, erklärte Heike Wrede, die Fachbereichsleiterin für Kunst und Kultur der VHS in ihrer Eröffnungsrede. „Wie malerisch die Fotografie und wie fotografisch die Malerei sein kann, zeigen wir hier“, sagt sie über die Werke von Fotografin Petra Klein.

Gute Perspektiven

Auch Helmut Klein, der Anfang April den Vorsitz des Künstlervereins von Klaus Novak übernommen hatte, kommt aus diesem Bereich. „Ich beschäftige mich mehr mit Fotografie und Foto-Composing“, sagt der 58-Jährige über sich. Seine Frau sei aber schon lange als Künstlerin bei der Palette aktiv und so hat sich der gemeinsame Besuch einer Ausstellung in der Kunstakademie Düsseldorf mit den Mitgliedern der Palette als „Initialzündung“ erwiesen, das Amt des Vereinsvorsitzenden anzunehmen. „Ich denke, dass die Palette sehr gute Perspektiven hat und mehr an die Öffentlichkeit muss“, nennt er sein Ziel als neuer Vorsitzender.

Dass die Palette als „Eigengewächs so erstaunlich stabil“ sei und sich ständig weiterentwickle, hob Wrede in ihrer Rede besonders hervor. Der ehemalige Vorsitzende erinnerte zu Beginn der Vernissage auch an die Gründungszeit: „1978 malten Moerser Maler in Kursen an der VHS mit dem Bestreben, die Malerei fachmännisch unterstützt zu lernen.“ Nach den Kursen wollte die Gruppe, bestehend aus sieben Gründungsmitgliedern, weiter zusammen arbeiten. Seitdem trifft sich der Verein einmal im Monat. „Bis heute ist das Peschkenhaus unser Stammhaus geblieben“, sagt Novak. Die Gruppe besteht mittlerweile aus studierten Künstlern und Autodidakten mit einem Gespür für Kunst, die gemeinsam ihre Werke ausstellen, sich fortbilden und Museen besuchen. Ihre ältesten Mitglieder sind bereits über 80 Jahre alt. „Ich will in die Malerei und Ausstellungen weltweit reinlünkern“, ist der Anspruch des 88-jährigen Vereinsmitgliedes Wolfgang Janza. „Man muss informiert sein, was die liebe Konkurrenz macht“, fügt er verschmitzt hinzu.

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