Rock-konzert

Die Rolling Stones-Coverband „Rewind“ rockt im Klingerhuf

Drei Stunden lang sorgte die Band für Stimmung mit Hits der Rolling Stones.

Drei Stunden lang sorgte die Band für Stimmung mit Hits der Rolling Stones.

Foto: Erwin Pottgiesser

Neukirchen-Vluyn.   Zum ersten Mal gastierte die Band Rewind in Neukirchen-Vluyn. Trotz lockerer Stimmung fand das Publikum zuerst nicht den Weg auf die Tanzfläche.

Seit 1996 ist Rewind mit bekannten Hits der Rolling Stones bundesweit auf Tour. Am Freitag war die Cover-Band erstmals in Neukirchen-Vluyn. Im Sport- und Freizeitzentrum Klingerhuf gab sie ein knapp dreistündiges Gastspiel, das fast 300 Besucher anlockte.

Rewind, das sind fünf Musiker, die aus Alpen, Neukirchen, Krefeld und Oberhausen kommen: Marcus Fiedler (Gesang), Andreas Scherf (Lead-Gitarre), Uwe Reichelt (Gitarre), Marcus Schwarzrock (Bass) und Uli Lückewille (Drums). Die klassische Stones-Besetzung also, obwohl diese seit Bill Wymans Ausstieg im Jahre 1993 ohne festen Bassisten unterwegs sind.

Eine „schwarze“ voluminöse Stimme im Hintergrund

Als Hintergrund-Sängerin war am Freitag Nicole Scherf dabei, deren „schwarze“, voluminöse Stimme fast nie zu überhören war. Es war ihr erster Auftritt mit der Band: „Ich habe ziemliches Lampenfieber“, gestand sie vor dem Konzert, wovon aber auf der Bühne nichts mehr zu spüren war. Geboten wurde eine bunte Palette der Stones-Hits, hauptsächlich der 1960er, 70er und 80er Jahre.

Passend ging es los mit „Start me up” von 1981: „Ich hoffe, dass ein Ruck durch Euch geht und alle zu tanzen anfangen“, wünschte sich Bassist Schwarzrock. Doch die Tanzfläche blieb lange ziemlich leer, was wohl auch am deutlichen Männerüberschuss im altersmäßig sehr gemischten Publikum lag.

Rewind hatte auch eigene Songs im Gepäck

Das änderte sich aber im Laufe des Abends: In Arme und Beine gehende Rock-Oldies wie „Jumpin’ Jack Flash“, „Gimme Shelter“, „Brown Sugar“, „ It’s only Rock’n Roll, but I like it“, „Paint It Black“, „Rout 66“, „Honky Tonk Woman“ oder der Chuck Berry-Klassiker „Johnny Be Good” verlangten einfach nach Bewegung. Wobei die Band auch einige eigene, von einem Besuch in den USA inspirierte Songs im Gepäck hatte.

Auf den 1965er Stones-Ohrwurm „I can’t get no Satisfaction” mussten die Fans allerdings bis zur zweiten Zugabe warten. Dafür wurden sie aber mit einer Version in Überlänge entschädigt. Mit „Time is on my Side” war dann endgültig Schluss: „Echte, ehrliche Rockmusik und ganz nah am Original.

Warten auf den Lieblingssong

„Es hat Laune gemacht“, freuten sich Lisa und Angelika aus Kamp-Lintfort über ein nicht alltägliches Konzert. „Insgesamt ein schöner Abend. Auf jeden Fall besser, als zuhause zu sitzen“, fand auch Rollstuhlfahrer Norbert, eigentlich Pink Floyd-Fan, der aus Vluyn zum Klingerhuf gekommen war.

Etwas enttäuscht war nur Bernd aus Neukirchen, der vergeblich auf seinen Lieblingssong „The Last Time“ wartete. Doch die Antwort darauf hatte die Band bereits vorher gegeben: „You can’t allways get, what you want“. Wenn Ihr wollt, kommen wir nächstes Jahr wieder, dann vielleicht sogar mit Keyboard und Saxofon, versprach Rewind.

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