Kommentar

Die SPD in Moers braucht ein politisches Schwergewicht

Matthias Alfringhaus

Matthias Alfringhaus

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Überraschungen bei SPD-Versammlungen gibt es öfter. In Moers brauchen die Sozialdemokraten jetzt schnell Klarheit, meint Matthias Alfringhaus.

Überraschungen bei SPD-Versammlungen sind ja nicht unüblich. Der Sauerländer Franz Müntefering, damals Parteivorsitzender, hat das zum Beispiel 2005 gemerkt, als eine gewisse Andrea Nahles gegen seinen Willen als Generalsekretärin kandidierte.

Verglichen damit ist die Überraschung bei der SPD in Moers am Freitag ziemlich klein ausgefallen. Michael Pela ist jung, rhetorisch begabt und mutig. Aber reicht das, um gegen Ibrahim Yetim zu bestehen, einen Mann, der über viele Jahre Politik in Nordrhein-Westfalen mitgestaltet hat? Yetim hat, wenn auch spät, die richtige Entscheidung getroffen. Will die SPD im Wahlkampf eine realistische Chance auf den Chefsessel im Rathaus haben, braucht sie politische Schwergewichte wie ihn.

Mit der endgültigen Wahl des SPD-Bürgermeisterkandidaten sollten sich die Verantwortlichen allerdings nicht mehr viel Zeit lassen. Der Schaden durch das Raabe-Desaster ist groß genug, Entschlossenheit ist jetzt gefragt.

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