Diese Kicker sind spitze

Neukirchen-Vluyn.   Franz Frings, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, steht am Spielfeldrand und lächelt. Am Schulzentrum geht es gerade hoch her. Peng. Pfosten. Egal. Weiter. Auf dem Kunstrasenplatz kämpfen zwei Teams um den Ball. Es ist Freitagnachmittag, gegen halb vier. Der FC Fortuna Neukirchen-Vluyn hat Training. Zweimal wöchentlich kicken die Hobbyfußballer hier auf dem Platz am Schulzentrum. Das Besondere: Die Mannschaft besteht aus Geflüchteten. Etwa 20 bis 25 junge Männer kommen jedes Mal zusammen.

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Franz Frings, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, steht am Spielfeldrand und lächelt. Am Schulzentrum geht es gerade hoch her. Peng. Pfosten. Egal. Weiter. Auf dem Kunstrasenplatz kämpfen zwei Teams um den Ball. Es ist Freitagnachmittag, gegen halb vier. Der FC Fortuna Neukirchen-Vluyn hat Training. Zweimal wöchentlich kicken die Hobbyfußballer hier auf dem Platz am Schulzentrum. Das Besondere: Die Mannschaft besteht aus Geflüchteten. Etwa 20 bis 25 junge Männer kommen jedes Mal zusammen.

Ein Projekt der Grafschafter Diakonie – Kirchenkreis Moers zur Migrantenselbsthilfeorganisation, wie die Koordinatorin Karin Heintel erklärt. Nasar Alkhalil leitet das Projekt. In Syrien hat er Jura studiert und bei seiner Heimmannschaft im Sturm gekickt. Hier freut er sich darüber, dass die jungen Männer die Möglichkeit haben, als Team auf dem Platz zu stehen.

Die Trainingszeiten hat Franz Frings organisiert. Die Trainingsanzüge, Trikots, Leibchen und anderes Material für das Training konnten aus Fördergeldern bezahlt werden. Über das Förderprogramm „500 Landinitiativen“ beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird das Projekt mit einem Betrag in Höhe von 8550 Euro unterstützt. Eine gute Hilfe für die Gruppe, in der Männer im Alter von 15 bis 62 Jahren seit Mai dieses Jahres jeweils freitags und sonntags für anderthalb Stunden zusammen Fußball spielen. Einmal pro Woche treffen sie sich darüber hinaus zum Lauftraining. Auch das gehört zur sportlichen Ertüchtigung dazu.

Zwei erste Freundschaftsspiele hat das Team FC Fortuna Neukirchen-Vluyn bereits absolviert. Wie die ausgegangen sind? Nasar Alkhalil lächelt und schweigt. Für den Projektleiter ist es zunächst vordringlich wichtig, dass seine Jungs regelmäßig auf dem Kunstrasenplatz trainieren können. Drei Spieler seien bereits in feste Vereinsmannschaften gewechselt, sagt er. Ein schöner Integrations-Erfolg.

Große Unterstützung

Früher haben die jungen Männer vor den Unterkünften Fußball gespielt. Damit hatten sie zwar eine Freizeitbeschäftigung, aber streng genommen kein adäquates Umfeld für ihre sportlichen Aktivitäten.

Nasar Alkhalil kennt das. Er lebt seit 2015 in Neukirchen-Vluyn und hat schon länger als Sprach- und Kulturvermittler mit der Grafschafter Diakonie zusammengearbeitet. Nun kann er auch im Gespräch mit den örtlichen Vereinen beim Dialog helfen.

Gemeinsam haben Karin Heintel und er an der Idee gefeilt, eine Hobbymannschaft ins Leben zu rufen. Und auch der Stadtsportverband um den Vorsitzenden Franz Frings unterstützt das Projekt. Der nennt noch Norman Kellermann von Preußen Vluyn.

Der Gruppenzusammenhalt im neuen Hobbyteam ist schon jetzt groß, heißt es.

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