Drei Schulen in einem Boot

Foto: NRZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kamp-Lintfort. Für Kulturdezernent Christoph Müllmann ist es ein Vorzeigeprojekt, für Louisa von der Unesco-Schule etwas, was „immer Spaß gemacht hat“: Die Rede ist von „Jump“, dem gemeinsamen Jugendmusikprojekt von Georg-Forster-Gymnasium, Unesco-Gesamtschule und der Kamp-Lintforter Musikschule. Nach zwei Jahren ziehen die Organisatoren eine erste Bilanz – und die ist durchweg positiv.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird für insgesamt vier Klassen als Ergänzung zum Stundenplan Unterricht in verschiedenen Ensembles oder Bands angeboten, zusätzlich dazu erhalten die „Jumper“ Einzelunterricht an der Musikschule. Ursprünglich war „Jump“ gedacht als Brückenschlag für die Jeki-Kinder nach dem Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Teilnehmen können aber auch Schüler ohne Jeki-Erfahrung – oder Jeki-Schüler, die noch ein weiteres Instrument lernen wollen.

Alexander Winzen, Schulleiter des Georg-Forster-Gymnasiums, lobt vor allem die enge Zusammenarbeit: „Unser Interesse ist, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht.“ So findet der Unterricht an beiden Schulen parallel statt, in den Ensembles oder Bands mischen sich Gymnasiasten und Gesamtschüler, geprobt wird auch an der Musikschule. Die Lehrer aller drei Schulen arbeiten eng zusammen.

Hauptsponsoren des Projektes sind die Sparkassenkulturstiftung des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes und die Sparkasse Duisburg. So können auch Kinder mitmachen, deren Eltern die Finanzierung sonst nicht stemmen könnten. Auch das Land NRW verfolgt „Jump“ als Beispiel für ein gutes Folgeprojekt für Jeki mit Interesse.

Für Musikschulleiter Martin Begall ist die Zusammenarbeit fruchtbar: „Jeder gibt einen Teil seiner Identität ab und bekommt eine neue dazu.“ Helga Dylla, stellvertretende Leiterin der Unesco-Gesamtschule sieht noch einen weiteren Effekt: „Wenn in einer Klasse einer Geige spielt, okay. Aber wenn das gleich sieben sind, bekommt das einen anderen Stellenwert.“

Damit sich nach Jeki und „Jump“ nicht wieder eine neue Lücke auftut, soll es nun ab der 7. Klasse weitergehen – mit AG’s und Ensembles. Die Eltern wissen das Angebot zu schätzen, so Winzen: „Bei der Anmeldung zur Klasse 5 wird mittlerweile gezielt danach gefragt.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben