Landesgartenschau

Ein Garten, der jetzt schon in Kamp-Lintfort Früchte trägt

Foto: Norbert Prümen (nop) / FUNKE FotoServices

Kamp-Lintfort.  Startschuss für den „Garten Eden“: Das Gemeinschaftsprojekt acht christlicher und muslimischer Glaubensgemeinschaften bietet mehr als nur Blumen.

Der Vertrag ist unterschrieben, in spätestens zwei Wochen kann nun auch der erste Spatenstich für den Garten Eden auf dem Landesgartenschaugelände gesetzt werden. Zum offiziellen Akt im Büro der Laga GmbH machte der für das interreligiöse Projekt verantwortliche Verein Eden e.V., dem Vertreter von acht Kamp-Lintforter christlichen und muslimischen Religionsgemeinschaften angehören, deutlich, dass das Gemeinschaftsprojekt auch weit über die Landesgartenschau Früchte tragen wird.

Kleiner Wermutstropfen: Auch die jüdische Gemeinde Duisburg war eingeladen, sich zu beteiligen, sei aber leider doch nicht dabei, sagte Pfarrer Lutz Zemke, Vorsitzender der Vereins. Während Bauingenieurin Petra Bellinger gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Jochen Brandt für die Gestaltung des Gartens verantwortlich ist, wird Projektmanagerin Lea Pasch die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und die Programmgestaltung koordinieren. Das Programm findet in einem überdachten Bühnenbereich statt, „Kommunikationsecken“ laden zum Verweilen ein. „Wir wollen Spiritualität in den Garten bringen und zugleich an die Verantwortung für unsere Schöpfung erinnern“, so Zemke. Der Garten solle aber nicht allein mit Programm locken, sondern auch für sich sprechen und der Erholung dienen, sind sich die Initiatoren einig. „Wir werden Pflanzen dort einbringen, die etwas mit unseren Religionen zu tun haben“, sagte Zemke.

Auch wenn der eigentliche Garten nach der Landesgartenschau dem neuen Wohnquartier weichen muss, sei „Eden“ ein nachhaltiges Projekt, sagt Vorstandsmitglied Stephanie Dormann. Seit zwei Jahren habe man gemeinsam an einem Tisch gesessen, Kontakte geknüpft und sich besser kennengelernt. „Diese Erfahrungen tragen sehr viel dazu bei, dass wir in dieser Stadt friedlich zusammenleben“, so Zemke.

Wer noch mithelfen möchte: www.eden2020.de

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