Offene Gärten

Ein Palmengarten mitten in Kamp-Lintfort lockte Besucher an

Palmen, wohin man schaut  – und das mitten in Kamp-Lintfort.

Foto: Erwin Pottgiesser

Palmen, wohin man schaut – und das mitten in Kamp-Lintfort. Foto: Erwin Pottgiesser

Kamp-Lintfort.   Am Wochenende öffneten 19 Gartenfreunde aus Kamp-Lintfort die Tore zu ihren grünen Oasen. Auf die Besucher wartete so manche Überraschung.

Ein Gefühl, als wäre man im Süden – Honig- und Yuccapalmen, Bananenstauden, Dattelbäume, Physalis. Diese und viele weitere Exoten sind in dem Garten von Alexandra Arnolds und ihrem Lebensgefährten Gerald Vogel beheimatet. Im Rahmen der Kamp-Lintforter Gärten lud das Paar ein, seine grüne Oase zu erkunden.

Die Aktion veranstaltete der „Förderverein der Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020“ zum dritten Mal. In diesem Jahr öffneten 18 weitere Gärten, um Einblick in die vielfältigen Landschaften zu gewähren, neue Inspirationen zu sammeln und sich auszutauschen.

Vor drei Jahren begannen Alexandra Arnolds und Gerald Vogel mit der Umgestaltung des Gartens. „Wir fuhren los, um uns eine Palme zu kaufen. Zuhause angekommen waren wir so begeistert, dass wir direkt wieder aufbrachen, um sieben weitere Exemplare zu besorgen“, so Arnolds.

Die Palmen haben es ihnen angetan

Erst sei der Plan gewesen, den Pavillon in der Gartenmitte mit Tropischen Gewächsen zu umranden, doch die Faszination war einfach zu groß. Sieht toll aus, bedeutet aber viel Arbeit. Die Pflanzen sind winterliche Temperaturen nicht gewöhnt, brauchen in der kalten Jahreszeit sehr viel Schutz. Vogel: „Wenn es kühl wird, bauen wir um die Palmen herum einen Verschlag aus Holz, den wir dann mit Laub füllen. Das sorgt für Wärme.“

Zum ganzen Stolz der beiden zählen auch die Gemüse-Hochbeete und das Gewächshaus: schwarze oder gold-orange gestreifte Tomaten, Stangenbohnen, Auberginen. „Es ist ein ganz anderer Geschmack und auch ein anderes Gefühl, wenn das Gemüse im eigenen Garten wächst“, so Arnolds. Täglich verbringt das Paar mindestens eine Stunde mit der Gartenpflege.

Wildromantisch mit Beach

Ganz anders sieht es im wildromantischen Grün von Astrid und Jürgen Veltkamp aus. Ein Trompetenbaum thront in der Mitte der ebenerdigen Terrassen. Deko-Elemente wie eine Metallwanne mit Seerosen, ein Stofftuch aus Fiji, hinter dem sich Mülltonnen verstecken, oder ein goldgerahmter Spiegel am Zaun sind echte Hingucker.

Über den Teich führt ein Steg zu einem insektenfreundlichen Blumenbeet. Dahinter verstecken sich ein Gewächshaus und der kleine „Beach“ mit zwei Liegen.

„Genau auf diese Stelle scheint die letzte Abendsonne. Oft liege ich dann mit meinem Mann auf den Liegen und genieße die Ruhe“, so Veltkamp. „Manchmal komme ich von der Straße in den Hof herein und freue mich richtig, wie toll es hier aussieht.“

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