Stadtgeschichte

Ein rekordverdächtige Nacht der Geschichte in Moers

Bei der Moerser Nacht der Geschichte versammeln sich die Teilnehmer vor dem Schloss. Dort beginnen die Führungen.

Bei der Moerser Nacht der Geschichte versammeln sich die Teilnehmer vor dem Schloss. Dort beginnen die Führungen.

Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Schon 450 Anmeldungen gingen beim GMGV im Vorfeld ein. Am Samstag gab es eine zusätzliche Gruppe. Jetzt richtet sich der Blick aufs nächste Jahr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Erzählungen lauschen und auf den Wegen historischer Stadtfiguren wandeln: Wie spannend Stadtgeschichte sein kann, zeigte am Samstag die „Nacht der Geschichte“. Zum zweiten Mal hat der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein in Kooperation mit den Moerser Stadtführern, dem Kunstverein Peschkenhaus und der Stadt Moers zum History-Event unter freiem Himmel eingeladen.

„Im Vorfeld haben wir 450 Anmeldungen verzeichnet.“ Das sei noch mal ein neuer Anstieg: „Bereits die Premiere im letzten Jahr war ausverkauft. Diesmal haben wir eine zusätzliche Gruppe eingerichtet“, so Museumsleiterin Diana Finkele. Aufgeteilt in Gruppen begann der Streifzug durch die Alt- und Neustadt, entlang des Königlichen Hofs, zum Peschkenhaus, in den Park und das Schloss. Der leichte Nieselregen? Machte, mit Regenschirmen gerüstet nichts, aus.

Stadtführer schlüpften in die Rollen historischer Figuren

In den Gassen warteten viele Geschichten: Die sieben Stadtführer schlüpften in die Rollen historischer Figuren. So begegneten die Teilnehmer der NS-Widerstandskämpferin Wilhelmine Runge, Unternehmer Friedrich Wintgens und der Moerser Gräfin Walburgis. Sogar die Statue vorm Moerser Schloss wurde lebendig: Kurfürstin Luise Henriette von Oranien berichtete über ihr Leben. Einblick in 600 Jahre Historie, in die Zeit der einst niederländischen Stadt Moers, in politische Debatten, den mittelalterlichen Alltag am Stadttor und das Leben der jüdischen Geschäftsleute – all diese kleinen und großen Geschichten der Stadt ließen die Teilnehmer gebannt lauschen.

Nach vielen wissenswerten Informationen wartete eine Stärkung im Musenhof: Alle Gruppen kehrten hier ein und genossen einen kulinarischen Abschluss, organisiert von ehrenamtlichen Helfern des Geschichtsvereins. Museumsleiterin Finkele freute sich über die positive Resonanz: „Die Moerser sind wissbegierig und interessieren sich für ihre Stadtgeschichte.“ Im nächsten Jahr soll es eine Fortsetzung geben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben