Stadtteile

Eine Visitenkarte für Meerbeck

Foto: Funke Foto Services

Moers.  Im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum ist die Ausstellung „Buntes Meerbeck“ zu sehen

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Ein Stadtteil besteht aus vielen Facetten, Menschen und Kulturen. Vor diesem Hintergrund hat sich das Meerbecker Nachbarschaftsnetzwerk 55plus in seinem Stadtteil auf die Suche nach interessanten Menschen und Orten gemacht. Entstanden ist die Ausstellung „Buntes Meerbeck. Ein lebendiger Stadtteil zeigt sich“, die seit Freitag im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum zu sehen ist.

„Diese Ausstellung ist etwas Besonderes. Sie ist von Bürgern für Bürger entstanden und kann als Visitenkarte für eine Kommune gesehen werden“, lobt Bürgermeister Christoph Fleischhauer die Arbeit der Ehrenämtler.

„Es geht bei unserer Arbeit um Menschen und was sie für sich und andere machen. Wir haben uns auf das heutige Meerbeck mit seinen verschiedenen Kulturen bezogen, wobei auch immer wieder Erinnerungen an die Vergangenheit geweckt wurden“, erklärt Projektkoordinator Wolfram Reutlinger. So wird beispielsweise die 82-jährige Anneliese Raber porträtiert, die als „lebende Chronik Meerbecks“ bezeichnet wird und schon immer in dem Stadtteil gelebt hat. Ihr gegenüber stehen zugewanderte Familien aus der Türkei und Slowakei.

Auf den mehr als 30 großformatigen Tafeln werden allerdings nicht nur Personen gezeigt. Auch bekannte Orte und Vereine werden vorgestellt. Vom Markt über die Schalker Freunde Moers bis hin zu den Tennisdamen des MSV Meerbeck ist alles vertreten. Schließlich sind alle Personengruppen, Generationen und Religionen ein Teil dieses lebendigen Stadtteils.

„In diesem Jahr wollen wir noch ein Buch mit Inhalten der Ausstellung herausbringen“, erzählt Reutlinger, der seit Anfang 2013 mit zehn aktiven Mitarbeitern an dem Projekt gearbeitet hat.

Die Suche nach bestimmten Personen war dabei nicht immer einfach. „Wir haben ziemlich lange nach einem Taubenzüchter gesucht.“ Mit Erol Baki habe man den letzten aktiven Taubenzüchter im Stadtteil gefunden.

Bis zum 12. April kann die Ausstellung im Foyer des Bildungszentrums betrachtet werden. Dabei wird allen Besuchern klar: Dieser Stadtteil ist wirklich bunt.

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