Trinkwasser

Belastetes Wasser in Krefeld: Keine Verbindung nach Moers

Trinkwasser können Kunden der Enni weiter bedenkenlos nutzen, teilt der Versorger aus Moers mit.

Trinkwasser können Kunden der Enni weiter bedenkenlos nutzen, teilt der Versorger aus Moers mit.

Foto: Oliver Berg / dpa

Moers/Neukirchen-Vluyn.  Nachdem im benachbarten Krefeld belastetes Trinkwasser festgestellt wurde, machen sich Kunden in Moers und Neukirchen-Vluyn Sorgen.

Eine Nachricht aus der Nachbarstadt Krefeld hat am Donnerstag nach Angaben der Enni auch Bürger in Moers und Neukirchen-Vluyn verunsichert. Für den Krefelder Stadtteil Hüls hatte das Gesundheitsamt der Stadt Krefeld am Dienstag Bürgern empfohlen, das Leitungswasser nicht mehr zu trinken. Bei einer routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung wurde hier eine Belastung durch Enterokokken festgestellt, die bei immungeschwächten Personen beispielsweise zu Durchfallerkrankungen führen können.

Während der zuständige Krefelder Netzbetreiber, die Netzgesellschaft Niederrhein NGN, laut Mitteilung der Enni derzeit auf der Suche nach der Ursache ist, gibt die Enni Energie & Umwelt als Moerser und Neukirchen-Vluyner Wasserversorger für ihr Netzgebiet Entwarnung.

Geschäftsführer Dr. Kai Gerhard Steinbrich beruhigt die Bürger: „Unsere Kunden können unser Wasser weiter bedenkenlos trinken und für den täglichen Gebrauch nutzen.“ Es gebe keine Verbindungen der Leitungsnetze beider Unternehmen.

Trotz des Schreckens ist die jetzige Krefelder Vorsichtsmaßnahme für Steinbrich ein Beleg, dass die Kontrollmechanismen in der deutschen Wasserversorgung funktionieren. „Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel, das unabhängige Institute und Gesundheitsämter stets im Auge haben.“ Auch im Netzgebiet der Enni liefen tagtäglich Probenentnahmen an Wasserwerken und auch in ausgewählten Haushalten des Leitungsnetzes, die bakteriologische Auffälligkeiten schnell zu Tage fördern würden.

Hinzu kämen chemisch physikalische Analysen, die unabhängige Institute in regelmäßigen Abständen durchführen würden. „Das garantiert, dass das an Kunden gelieferte Wasser stets die in der Trinkwasserverordnung gesetzlich festgelegten strengen Grenzwerte für Inhaltsstoffe unterschreitet.“

Das durch Enni geförderte Trinkwasser stammt aus den Grundwasserquellen der Wasserwerke in Moers-Vinn und Niep-Süsselheide in Neukirchen-Vluyn und wird über das zentrale Wasserwerk in der Wittfeldstraße in Moers an alle Haushalte verteilt. Trinkwasseranalysen können Kunden jederzeit auf der Homepage einsehen.

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