Niederberg

Entsteht in Neukirchen-Vluyn ein CreativQuartier in klein?

Stadtteil Hervest in Dorsten mit dem Quartier Fürst Leopold.

Stadtteil Hervest in Dorsten mit dem Quartier Fürst Leopold.

Foto: Hans Blossey

Neukirchen-Vluyn.   Neukirchen-Vluyn und die RAG MI führen Gespräche mit dem Investor, der das CreativQuartier Fürst Leopold entwickelt hat. Stadt hofft auf 2021/22.

Die Pläne sehen gut aus. Wenn sich die Politik final einig wird, könnte es auf Niederberg ein CreativQuartier in der Größe S geben. In Dorsten hat die Ruhrstadt-Stiftung mit ihrem CreativQuartier Fürst Leopold einen attraktiven Magneten für die Region geschaffen.

Auf dem ehemaligen Zechengelände finden sich Kunst, Kultur, Literatur, Gastronomie und Handel wieder. Es gibt Ausstellungen und Veranstaltungen. „Da spielt eins ins andere“, sagt Andreas Heuser, der dort für die Vermarktung zuständig ist.

„Wir sind in regem Kontakt“, sagt Heuser über die laufenden Gespräche mit der Stadt Neukirchen-Vluyn zur Entwicklung der Süd-Ost-Fläche auf Niederberg (die NRZ berichtete). Er bestätigt Verhandlungen mit der RAG Montan Immobilien. Die RAG MI ist noch Eigentümerin der Fläche. Ralf Hüttemann, Projektentwickler bei der RAG MI, hält sich erwartungsgemäß mit konkreten Einordnungen zurück.

„Natürlich sind wir interessiert, die Entwicklungen fortzuführen“, sagt er mit Blick auf die Niederbergfläche und lobt gleichermaßen das Projekt in Dorsten. Der Investor sei ein Partner, mit dem es sich lohne, weiterzureden, unterstreicht er. Der Prozess in Neukirchen-Vluyn werde sich noch über das Jahr 2019 erstrecken, prognostiziert Hüttemann.

Für Bürgermeister Harald Lenßen wäre es ein echter Glücksfall, wenn die positiven Gespräche in einem Abschluss münden würden. „Das wäre ein riesengroßer Erfolg und eine gute Entwicklung für die Stadt“, sagt Lenßen. Er hofft auf erste Maßnahmen 2021/22 und spricht auch von Arbeitsplätzen und Aufenthaltsqualität. Dass sich die RAG MI und die Ruhrstadt-Stiftung aus anderen Zusammenhängen kennen, hat sich für die Stadt als günstig erwiesen.

Die Politik hatte sich am Ort einen Eindruck von dem gemacht, was womöglich in einer kleineren Variante auf Niederberg entstehen könnte. Dem Vernehmen nach überwiegen positive Einschätzungen.

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