Eyller Berg

Eyller Berg: Stadt will zum Gespräch am runden Tisch laden

Das Luftbild zeigt die Deponie

Das Luftbild zeigt die Deponie

Foto: Hans Blossey

Kamp-Lintfort.   Die Rekultivierungspläne der Eyller-Berg Abfallgesellschaft stoßen auf Kritik. Die Stadt setzt nun auf Gesprächsbereitschaft und Entgegenkommen.

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Um eine auch für die Bürger Kamp-Lintforts möglichst zufriedenstellende Lösung für die Rekultivierung des Eyller Bergs zu finden, soll die Stadt an einem Runden Tisch das Gespräch mit der Eyller-Berg Abfallbeseitigungsgesellschaft (EBAG) und der Bezirksregierung suchen. Der Vorschlag von Michael Hänsel (SPD) fand in der Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag die Zustimmung von Dezernent Martin Notthoff.

Hintergrund ist das von der EBAG beantragte Genehmigungsverfahren auf Erstellung einer Oberflächenabdichtung der Deponie. Von der Bezirksregierung zu einer Stellungnahme aufgefordert, äußert sich die Stadt Kamp-Lintfort kritisch zu der geplanten Art der Begrünung (die NRZ berichtete). Unter anderem plant die EBAG eine Begrünung durch Raseneinsaat, die Stadt wünscht sich eine weitere Begrünung durch flachwurzelnde Vegetation.

Vorschlag zur Begrünung im Wildblumencharakter

„Ich hatte mir persönlich mehr vorgestellt, als eine Angleichung an den Bergbauteil der Deponie“, so Dezernent Martin Notthoff. Nichtsdestotrotz sei der EBAG-Antrag aber genehmigungsfähig, sagte Notthoff weiter: „Man kann hoffen, dass sich im Genehmigungsverfahren etwas anderes ergibt, aber die Betreiber müssten das dann freiwillig tun.“ Er sei nicht so optimistisch, was freiwillige Leistungen angehe, „aber warum sollten wir es nicht probieren?“, so der Dezernent.

Bernhard Kames (Grüne) brachte für seine Fraktion einen Vorschlag zur Güte an: „Wenn wir wirklich nur begrünen können, dann bitte mit Wildblumencharakter“, sagte er auch mit Blick auf die Aktion „Kamp-Lintfort summt“.

Otto Sartorius, sachkundiger Bürger im Ausschuss, erinnerte an den Zeitrahmen: So dürfe auf der Deponie noch bis Ende 2022 Müll abgelagert werden, darauf folge dann eine Stilllegungsphase von mindestens zehn Jahren. Nach diesen Jahren käme dann eine mindestens 30-jährige Nachsorgephase. „Wir müssen hier also mit einem Zeitraum von 40 Jahren rechnen.“

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