Stadtentwicklung

Fachausschuss berät über die Erneuerung der Holtmannstraße

Foto: Hans Blossey

 Foto: Hans Blossey

Neukirchen-Vluyn.   In Neukirchen-Vluyn hat der Fachausschuss über die Erneuerung der Holtmannstraße gesprochen. Dabei war ein Aspekt auch der Erhalt von Bäumen.

An der Holtmann­straße werden zwei Bäume gerettet. Der Ausschuss für Bauen, Grünflächen und Umwelt hatte in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend über die Straßenerneuerung zu befinden. Nachdem die Erneuerung des Schmutz- und Regenwasserkanals zu keinen großen Diskussionen geführt hatte und einstimmig beschlossen wurde, lag das Thema Straßenerneuerung auf dem Tisch.

Wie die Stadt mitgeteilt hat, habe das geologische Gutachten vom August 2017 ergeben, dass „der Untergrund im Bereich der Fahrbahn keine optimale Tragfähigkeit aufweist, sodass eine Erneuerung des gesamten Straßenoberbaus, inkl. Bodenaustausch erforderlich ist.“

Die Nebenanlagen inklusive der Parkplätze befinden sich demnach weitestgehend in einem guten Zustand und werden daher nicht vollständig erneuert. Lediglich im Kreuzungsbereich weisen die Nebenanlagen große Wurzelschäden auf und müssen erneuert werden, hieß es weiter.

Die Verwaltung hatte zwei Varianten vorgelegt. Variante 1 wird nach Stadtangaben zusätzliche Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro mit sich bringen, die bisher nicht im Haushaltsplan veranschlagt worden sind.

Diese Mehrkosten sind auf den in dieser Variante notwendigen Einsatz von so genannten Wurzelbrücken notwendig. Diese sorgen – kurz gesagt – dafür, dass die Erneuerung des Gehwegs unter Erhalt der Bäume möglich ist.

Folgt man diesen Planungen, so reduziert sich der Straßenquerschnitt auf einer Länge von 25 Metern auf 3,70 Meter, heißt es. Folglich sei auf diesem Abschnitt kein Begegnungsverkehr mehr möglich. Allerdings führe das nicht zu nennenswerten Beeinträchtigungen des Verkehrs, schreibt die Verwaltung. Im weiteren Verlauf werde die Breite wieder auf 4,50 Meter ausgeweitet. In dieser Planung wird auf Teile der vorhandenen Gehwege verzichtet.

Variante zwei sieht die Baumfällung für die Straßenerneuerung vor. Die Verwaltung plädierte aus finanziellen Gründen für dieses Vorgehen. Dem hat sich der Ausschuss allerdings nicht anschließen können.

Die Vertreter von CDU („Die Bäume sind gesund und vital“), Bündnis 90 / Die Grünen und NV Auf geht’s votierten für Variante 1. Die SPD, die auf Nachpflanzungen und Nachbesserungen bei der Parkplatzsituation pochte, und FDP/Piraten stimmten für die zweite Variante. Am Ende hieß es ganz knapp neun zu acht.

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