Friedhöfe

Friedhöfe in Kamp-Lintfort: CDU lehnt Gebührenerhöhung ab

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Die FDP fordert für den Friedhof am Dachsberg einen höheren städtischen Finanzierungsanteil. Dieser Friedhof sei wegen seines parkähnlichen Charakters mehr als „nur“ ein Friedhof, so die Liberalen.

Die FDP fordert für den Friedhof am Dachsberg einen höheren städtischen Finanzierungsanteil. Dieser Friedhof sei wegen seines parkähnlichen Charakters mehr als „nur“ ein Friedhof, so die Liberalen.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Kamp-Lintfort plant, die Friedhofsgebühren zu erhöhen. Die CDU will dem Vorschlag der Verwaltung nicht zustimmen, die FDP möchte nachbessern.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Friedhofsgebühren stößt in der vorgeschlagenen Fassung auf Kritik: „Wir als CDU treten für eine bezahlbare Bestattungskultur und bezahlbare Beerdigungen ein“, sagt Matthias Gütges, Sprecher der CDU im zuständigen Ausschuss ASK, in dem der Vorschlag der Verwaltung am heutigen Donnerstag zur Beratung ansteht.

Zum einen reiche die von der Verwaltung berechnete Anhebung des städtischen Anteils „bei weitem nicht aus“, so Matthias Gütges. Aber auch die Gebührenerhöhungen von bis zu 300 Prozent lehne seine Fraktion ab. „Die steigenden Gebühren in dem Bereich ab dem Jahr 2022 zum allergrößten Teil wiederholt auf die Bürgerinnen und Bürger abzuladen, ist für uns nicht tragbar. Kamp-Lintfort ist bereits bei zahlreichen Gebühren im Kreis Wesel an der Spitze. Hier hätten wir früher gegensteuern und entsprechend handeln müssen“, sagt Gütges.

Indes fordert die FDP die Stadt dazu auf, die städtische Teilfinanzierung für den Friedhof am Dachsberg nicht wie vorgeschlagen um 15 Prozent sondern um 25 Prozent zu erhöhen. Fraktionschef Stephan Heuser: „Unser Waldfriedhof ist weitaus mehr als ein Friedhof. Mit seinem hohen Baumanteil verbessert er das Stadtklima und ist Rückzugsort für viele Vogelarten und andere Lebewesen. Und mit seinem parkähnlichen Charakter ist er Naherholungsgebiet für viele Menschen.“ Deshalb sei eine Teilfinanzierung aus städtischen Haushaltsmitteln zulässig. Ein höherer städtischer Anteil trage dem Parkcharakter und dem Klimaschutz Rechnung und sorge dazu für einen fairen Wettbewerb der möglichen Bestattungsmöglichkeiten.

Heuser: „Ein Verzicht auf diese Maßnahme trüge zu einer Abwärtsspirale bei: Der Wettbewerbsnachteil des Parkfriedhofes würde kontinuierlich dazu führen, dass die erwarteten Einnahmen nicht einträfen und daher die Gebühren weitererhöht werden müssten, was wiederum eine weitere Suche nach Alternativen in Gang setzte: eine klassische Spirale, die dazu führt, dass Preiserhöhungen den Parkfriedhof immer weiter aus dem Markt drängen, während aufwandsarme Bestattungsformen den Markt räumen.“ (gag)

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