Soziales

Gebrauchtes, aber mit schick aus Neukirchen-Vluyn

„Second Hand, First Class“ hieß es am Samstag auf dem Tompshof.

„Second Hand, First Class“ hieß es am Samstag auf dem Tompshof.

Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Neukirchen-Vluyn.   Die Damen des Lions Club hatten zum exklusiven Trödel geladen. Der Erlös geht an Amistad, ein Zentrum für therapeutisches Reiten

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Designer-Kleidung, Sportklamotten und ausgefallener Schmuck: Die ersten Shopping-Jäger hatten sich schon um kurz vor 11 Uhr eingefunden, um auf dem Tompshof in Hochkamer die besten Teile zu ergattern. Die Damen des Lions Club Rheurdt organisierten den Trödel bereits zum dritten Mal. Unter dem Motto „Second Hand, but First Class“ wurden neben hochwertiger Damenkleidung und exklusiven Accessoires auch herzhaftes Fingerfood, selbstgemachtes Gebäck, Wein, Prosecco und Kaffee angeboten.

Das alles wie immer für den guten Zweck; „Der Erlös geht dieses Mal an Amistad, das Zentrum für therapeutisches Reiten in Straelen“, erzählt Lions-Präsidentin Heike Kaub-Krause. „Die Therapien für geistig oder körperlich behinderte Kinder und Jugendliche werden oft nicht von den Krankenkassen übernommen. Da wollen wir helfen.“

Amistad bedeutet Freundschaft und soll die enge Beziehung zwischen Pferd und Mensch veranschaulichen. Nicole Uphoff-Selke kennt sich damit bestens aus. Die mehrfache Olympiasiegerin im Dressurreiten ist seit letztem Donnerstag im Förderverein von Amistad und ist begeistert vom therapeutischen Angebot. „Das Pferd ist hier nicht Sportpartner, sondern Therapeut. Die Nähe und Wärme der Tiere bewirkt bei den Kindern ein ganz anderes Körpergefühl“, so Uphoff-Selke. „Die Entwicklungen bei den Kindern sind wunderbar anzusehen. Wir möchten das für mehr Familien möglich machen, dafür möchte ich mich in Zukunft einsetzen.“

Neue Perspektiven

Und Andrea Hendrix, Vorsitzende des Fördervereins, betont, welchen Unterschied alleine die Sichtweise für die Kinder mache. „Einige sitzen im Rollstuhl und gucken den Menschen so immer vor den Bauch. Wenn sie auf dem Pferd oder Pony sitzen, sind sie hingegen auf Augenhöhe.“ Die Tiere sind speziell ausgebildet, sie sind brav und gehorsam, sollen jedoch auch ihren eigenen Willen behalten, um den Kindern zu helfen. „Die Erfolge sind erstaunlich“, berichtet Hendrix.

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