Gemeinsames Singen ist schön

Neukirchen-Vluyn.   Wer am Dienstagabend die Musikschule an der Diesterwegstraße betrat, dem hallte gleich an der Eingangstüre ein lauter, enthusiastischer Gesang ins Ohr: Die Musikschule hatte in Kooperation mit der Volkshochschule erstmalig zu einem Singabend eingeladen. Im Konzertraum standen die Türen für alle musikbegeisterten Menschen offen. Jeder, der sich und seine Stimme ausprobieren wollte, konnte sich ganz ohne Notenkenntnisse dazugesellen und mitsingen.

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Wer am Dienstagabend die Musikschule an der Diesterwegstraße betrat, dem hallte gleich an der Eingangstüre ein lauter, enthusiastischer Gesang ins Ohr: Die Musikschule hatte in Kooperation mit der Volkshochschule erstmalig zu einem Singabend eingeladen. Im Konzertraum standen die Türen für alle musikbegeisterten Menschen offen. Jeder, der sich und seine Stimme ausprobieren wollte, konnte sich ganz ohne Notenkenntnisse dazugesellen und mitsingen.

Es war ein besonderer Abend, der nicht nur zur Erprobung der eigenen Singkünste, sondern auch auf eine musikalische Reise um den Erdball einlud, das Auftaktmotto lautete „Lieder aus aller Welt“. Zu Beginn machten die rund 30 Teilnehmer unterschiedlichen Alters erstmal Stimmübungen. „Die Stimme soll ja warm werden“, erklärte Gitarrenlehrerin Britta Wiese und forderte die Gruppe zum gemeinsamen Summen verschiedener Tonlagen auf. Das sorgte für so manchen Lacher und gute Stimmung.

Eine prima Basis

„Wir wollten einfach mal ausprobieren, ob sich viele musikbegeisterte Menschen finden. Dass sich gleich so viele Teilnehmer eingefunden haben ist spannend, denn die meisten kommen ganz ohne Chorerfahrungen hierher. Alle bringen viel Lust auf Rhythmus mit und das ist eine prima Basis“, erzählte Wiese. Sie stimmte auf der Gitarre exotische Klänge an und schritt musizierend durch den Raum, mitten durch die Sänger, die Stimme und Körperausdruck ausprobierten.

„Singt, wie es euch bekommt und wie ihr es fühlt“, animierte sie die Gruppe. Zur Sicherheit legte sie Liedzettel in die Mitte. Mit Rasseln und Akustik-Klängen stimmten alle zusammen laut die ausgewählten Weltlieder an. „Lamuna miin dee“, ein fröhlich gesungenes Begrüßungslied des äthiopischen Volksstammes der Nubier, heißt frei übersetzt„Lasst uns in Frieden zusammen sein“. Und weil afrikanische Lieder voller Bewegung sind, tanzte die sich gerade noch fremde Gruppe miteinander zu „Sida gera tsoa tsoa“ („Wir fangen an“) und sorgte für afrikanisches Lebensgefühl mitten in Neukirchen-Vluyn.

Ebenfalls auf dem Programm stand madagassische Musik. Alle erhoben bei hohen und tiefen Tönen ihre Stimmen und zeigten, wie gut sich reine Begeisterung zum Musikmachen eignet — und das ganz frei, ohne Leistungsdruck und Musikerfahrung.

Die 75-jährige Heide war mit Begeisterung bei der Sache: „Ich singe selbst im Chor, aber mit dem Alter geht die Stimme etwas zurück. Hier bekomme ich Gelegenheit, einfach loszusingen. Im kleinen Rahmen macht das gleich viel mehr Spaß, denn man lernt sich auch untereinander kennen. Die Musik verbindet uns.“ Ein 47-jähriger Teilnehmer, der mit seiner Frau zum offenen Singen hergekommen war, ergänzt: „Die Stimmung ist toll. Ich war zuerst skeptisch, aber dann habe ich gemerkt, dass jeder frei los singt und man in zwangloser Atmosphäre einfach mitmachen kann.“

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