Schule

GFG-Theaterkreis zeigt „Der Geizige“ in Kamp-Lintfort

Schüler des Georg-Forster-Gymnasiums zeigen in der Christuskirche Kamp-Lintfort die Komödie „Der Geizige“ von Molière.

Schüler des Georg-Forster-Gymnasiums zeigen in der Christuskirche Kamp-Lintfort die Komödie „Der Geizige“ von Molière.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Christuskirche in Kamp-Lintfort bot eine stimmungsvolle Kulisse für die Molière-Aufführung des Theaterkreises des Georg-Forster-Gymnasiums.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Alle wollen von ihm nur das eine: sein Geld. Davon ist Harpagon, gespielt von Tim Brüninghaus und Gregory Govor, überzeugt. Er vertraut niemandem – auch seinen eigenen Kindern Élise (Shayanne Maya Müller) und Cléante (Nico Zoll) nicht und verbuddelt sogar die Schatulle mit 10.000 Talern im Garten. Harpagon ist nicht nur

egoistisch, wenn es um sein Geld geht, sondern auch in der Liebe.

Wenn es um die Liebe geht

Sein Sohn Cléante gesteht seiner Schwester Élise seine Liebe zu einem jungen Mädchen namens Mariane (Lara Giesen). Am selben Abend hört er auch, wie sein Vater von einem Mädchen spricht, das ihn entzückt. Er spricht ebenfalls von Cléantes Geliebten Mariane, die er sogar heiraten will. Das versucht Cléante natürlich zu verhindern und geht schließlich soweit, dass er seinem Vater einen Teil seines geliebten Geldes klaut…

Das Stück ist knapp 300 Jahre alt

Am Montagabend zeigte der Theaterkreis des Georg-Forster-Gymnasiums das Stück „Der Geizige“ von Molière.

„Dass das Stück knapp 350 Jahre alt ist, merkt man nicht unbedingt. Die Gesprächssituationen sind auch heute noch unterhaltsam“, erklärte Wolfgang Grobenstieg, Leiter des Theaterkreises, die Stückauswahl. Zwölf Schüler haben daran mitgewirkt. Die Gruppe spielte alle fünf Akte des Dramas. Kurz nach den Herbstferien im letzten Jahr fingen die Elftklässler an zu proben. Im Dezember und Januar folgten drei Probenwochenenden. Die lange Vorbereitungszeit machte sich nun bezahlt. Textsicher und

souverän standen die Schüler auf der Bühne. Apropos Bühne: Die war dieses Mal nicht in der Stadthalle. Weil diese bekanntlich noch saniert wird, wich der Theaterkreis in diesem Jahr in die Christuskirche aus.

Aufwändige Kostüme

„So eine Kirche hat noch einmal einen ganz besonderen Charme“, sagte Grobenstieg. Die stimmungsvolle Kulisse nutzten die Schüler komplett aus. Sie spielten auf der Orgelbühne, in den Gängen und im Altarbereich und das Publikum war mittendrin im Geschehen. Einziges kleines Manko: Der Hall schluckte einige Stimmen, so dass nicht jeder Dialog in der Kirche gut zu verstehen war. Wenn man vielleicht nicht alles verstanden hat, hat man aber alles gesehen – auch die aufwendigen Kostüme. Die jungen Schauspieler trugen typische pompöse Barockkleider aus dem 17. Jahrhundert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben