Musik

Glückwunsch, Quasilectric, zum fünften Geburtstag

Auch die Rockabilly-Band Rockameier gratulierte Quasilectric im Kulturzentrum Bollwerk

Foto: Ulla Michels

Auch die Rockabilly-Band Rockameier gratulierte Quasilectric im Kulturzentrum Bollwerk Foto: Ulla Michels

Moers.   Die in Moers gegründete Plattenfirma feierte mit fünf Bands ihr fünfjähriges Bestehen im Bollwerk. „Quasilecticer“ und Fans eint ein Wunsch.

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Der Niederrhein hat nicht nur eine große Kulturszene, sondern bietet auch in der Musikszene viel Abwechslung: Das zeigt das niederrheinische und in Moers gegründete Label Quasilectric. Im Jahre 2012 entschlossen sich Kiki und Bobo Schülling mit Bianca Eysenbrandt, neue Wege in der Musikindustrie zu gehen. Unabhängig und frei sollte es zugehen, unkomplizierte und faire Wege für Künstler geboten werden. Das Motto: Musik kommt aus der Seele, nicht aus der Fabrik.

Bianca Eysenbrandt erinnert sich ganz genau: „Angefangen haben wir in einem Wohnzimmer in Hülsdonk.“ Auf wenigen Quadratmetern zogen sie weiter auf die Essenberger Straße. Heute hat Quasilectric seinen Sitz in Rheinberg.

13 Bands unter Vertrag

13 Bands sind bei der Plattenfirma unter Vertrag, darunter Musiker aus Aachen, Berlin und Köln. Am Wochenende feierte die Plattenfirma ihr fünfjähriges Bestehen. Für die Quasilectric-Macher war klar, dass sie ihren Geburtstag im Bollwerk feiern möchten. „Das Bollwerk ist für uns ein Stück Heimat“, erklärte Eysenbrandt. „Unsere Bands treten hier häufig auf.“

So kam es, dass das erste Quasilectric-Festival auf der Bollwerk-Bühne stattfand und das Publikum begeisterte. „Schon im Vorverkauf waren 200 Karten schnell weg“, so Katja Roters, zuständig für die Pressearbeit in dem Jugend-Kulturzentrum.

Rockabilly

Das Line-Up machte neugierig: Fünf Bands, alle unter Vertrag bei Quasilectric, zeigten ihre musikalische Vielfalt. Den Auftakt machte die Moerser Rockabilly-Band Rockameier. Mit Big Band und Kontrabass spielte sie im schnellen Tempo Musik, deren Rhythmus das Publikum packte. Drei Alben hat Rockameier bereits herausgebracht, zwei davon bei Quasilectric.

Punkrock gab es auch auf die Ohren: Männi alias Samuel Dickmeis ist in den deutschen Charts durch die Zusammenarbeit mit der Antilopen Gang bekannt geworden. Er präsentierte harte Songs aus seinem im März erschienen Debütalbum.

In der Kneipe

Heiter und modern ging es mit türkischem Indie-Folk von Kent Coda weiter. Das Besondere: Die Band spielte in der Bollwerk-Kneipe statt auf der Bühne. Öğünç, Sercan und Christoph präsentierten unter anderem Songs aus ihrem Album Ah! Bu Güzel Hayat. Es gehört schon seit 2014 zum Quasilectric-Repertoire.

Mit der Kölner Band „Und wieder Oktober“ gab es ein weiteres Highlight. Die sechs Jungs mit dem Moerser Frontsänger Marc überzeugten mit Pop auf Cello und Geige, dessen Klänge für entspannte Tanzatmosphäre sorgten. Zum Ende machten sich die Quasilectric-Gründer selbst ans Werk. Die Band „Was Wenns Regnet“ mit Frontmann Kiki und seinem Bruder Bobo (Bass) rockte die Halle und präsentierte ihre „quasilectrischen“ Alben, darunter die aktuelle „Sprachmemomusik“.

Fortführung des Festivals im nächsten Jahr

Die Zukunftswünsche von Kiki, Bobo und Bianca? „Wir möchten im nächsten Jahr eine Fortführung des ‘Quasilectric’-Festivals feiern und es etablieren.“ Für die Musiker und das Publikum war gleichermaßen klar: Wiederholung erwünscht.

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