Musik in Moers

Gute Atmosphäre bei „Al Bananarama“ im Bollwerk 107 in Moers

Die Band „Der Weise Panda“

Die Band „Der Weise Panda“

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   Zum zweiten Mal hieß es „Al Bananarama“ im Bollwerk 107. Vier ganz unterschiedliche Bands sind aufgetreten. Eins haben sie alle gemeinsam.

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Dem Karneval am Wochenende zu entkommen, war schwierig, aber nicht unmöglich: Karnevalhits und bunte Kostüme hat man am Freitagabend im Bollwerk 107 vergebens gesucht. Zum zweiten Mal hieß es „Al Bananarama“ in der Konzerthalle und damit Bühne frei für vier Bands unterschiedlicher Musikrichtungen. Im vergangenen Jahr feierte der Konzertabend Premiere im Bollwerk.

Bewusst haben sich die Organisatoren sowohl 2017 als auch in diesem Jahr für den Karnevalsfreitag entschieden. „Wir haben gar nichts gegen Karneval, wollen aber eine Alternative für diejenigen anbieten, die keine Lust auf den typischen Karneval haben“, erklärte Kulturreferent Jons Heiner.

Organisiert wurde das Konzert in Kooperation mit der Band Mondo MashUp Soundsystem, die seit mehreren Jahren das „Al Banana“ als Sommerfestival in Krefeld veranstaltet.

Halle und Bühne sind dekoriert

Halle und Bühne waren liebevoll dekoriert: An der Decke und auf der Bühne hingen kleine Affen, dazu gab’s passendes Licht. Den Auftakt machte die Gruppe „Der Weise Panda“ aus Köln. Das Quartett, bestehend aus Sängerin Maika Küster, Pianist Felix Hauptmann, Bassist Yannik Tiemann und Schlagzeuger Jo Beye, hat sich dem Jazz verschrieben. Die Lieder komponieren alle vier Musiker selbst.

Die Stücke waren vor allem durch Soli einzelner Instrumente geprägt. So begann mal Tiemann am Kontrabass mit einem längeren Solopart, dann der Pianist. Maika Küster setzte auf den instrumentalen Teil ihren Gesang.

Während in der Halle für die nächste Band umgebaut wurde, kam aber keine Langeweile auf. Direkt in der Bollwerk-Kneipe nebenan ging es weiter: Die sechs Musiker der Gruppe „Schäng Blasius Flönz Rakete“ haben das Publikum zum einen oder anderen Tanz motivieren können. „Wir machen Folklore vom Niederrhein“, sagte der Frontmann. Mit Gitarre, Geigen, Bass, Schlagzeug und Posaune kombinierten die Musiker Polka und Walzer mit Elementen aus Punk, Boogie-Woogie, Reggae und Swing. Diese Mischung kam beim Publikum gut an.

Der Sprechgesang hat eine eigene Note

Dann ging es wieder rüber in die Halle, wo Horst Wegener und Band bereits in den Startlöchern standen. Der aus Ecuador stammende Sänger hat sich dem Hip-Hop-Gesang verschrieben. Seine Band sorgte mit zwei Trompetern, einem Posaunisten und Saxophonisten in Kombination mit Bass und Schlagzeug für einen kräftigen Sound. Der Sprechgesang bekam so durch Pop- und Jazzelemente eine ganz andere Note. Dem Publikum gefiel diese Mischung.

Die letzte Band des abends war die Gruppe Mondo MashUp Soundsystem. Die zwölf Musiker experimentierten ebenfalls, indem sie Hip-Hop, Funk und Soul zu ihrem eigenen Stil kombinierten. Eins hatten alle Bands gemeinsam und das war das Besondere: „Es sind alles Bands, die nicht in ein Genre passen und den Mut haben, genreübergreifend zu spielen“, sagte Heiner.

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