Karneval in Moers

Herzklopfen bei der großen Prinzenproklamation in Moers

Prinzenproklamation.

Foto: Markus Joosten

Prinzenproklamation. Foto: Markus Joosten

Moers.   Am Samstag haben rund 450 Närrinen und Narren in Moers bei der Prinzenproklamation gefeiert. Prinzessin Tina I. sagt, sie habe Herzklopfen.

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Rund 450 Närrinnen und Narren haben am Samstagabend den Beginn der Karnevalssession 2017/2018 gefeiert. Der Kulturausschuss Grafschafter Karneval (KGK) hat zur großen Prinzenproklamation eingeladen. Im Mittelpunkt: das neue Prinzenpaar des KGK, Nobbi I. und Tina I., sowie zahlreiche befreundete Vereine.

Zum Sessions-Auftakt gab es einen heiteren Abend mit buntem Programm. Das stand Karnevalshochburgen wie Köln in nichts nach. Gleich zu Beginn machte sich jecke Vorfreude breit: Mit geschwenkten Fahnen zog der Garde-Musikzug Blau-Weiß Asberg gefolgt vom Prinzenpaar und dem Hofstaat in den Saal ein. Auf den Fahnen stand in großen Lettern das Motto der Session: „Moerser Jecke muss ma nich wecke.“

Zum Einmarsch hat sich das Prinzenpaar besondere Gardemusik ausgesucht: „Eye of the Tiger“ von Survivor und Bill Contis „Gonna Fly Now“ aus dem Film „Rocky“. Auf der Bühne begrüßte KGK-Präsident Hans Kitzhofer das Paar. „Der Ernst des Prinzendaseins beginnt jetzt für euch“, scherzte er. Seit Jahren sind Norbert „Nobbi“ Haßhoff und Bettina „Tina“ Sölle in der KG Humorica aktiv.

90 Auftritte liegen vor der Crew

90 Auftritte liegen mit der 13-köpfigen Prinzencrew vor ihnen. Teil der Crew ist auch ihre Tochter Annika Sölle, die als Tanzmariechen aktiv ist. Beim Anblick der Freude im Saal bekam das Paar glänzende Augen: „Wir möchten Frohsinn und Heiterkeit in die Herzen tragen“, sagte der 57-jährige Prinz Nobbi, der im wahren Leben als kaufmännischer Angestellter tätig ist. „Ich bekomme Herzklopfen“, fügte seine 52-jährige Prinzessin Tina hinzu, die als OP-Schwester im St. Josef Krankenhaus arbeitet.

Feierlich erfolgte die Inthronisation. Klaus Saalfeld, der in der vergangenen Session mit seiner Tochter Jenny die Moerser Narren regierte, überreichte mit seiner Frau Silvia den Umhang.

Die Prinzenkette als Geschenk vom Elferrat der KG Humorica überreichten Markus Rupar und Klaus Krätzig, die Prinzenmütze schließlich Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein. Verdienstorden, Diadem und Regenstab machten die Inthronisation perfekt.

Die elfte Forderung: arbeitsfrei bis Aschermittwoch

Klar, dass zu einer Regentschaft auch Gebote gehören. Eine der elf Forderungen: arbeitsfrei für alle Narren bis Aschermittwoch. Mit Tanz der KGK-Vereine, einem Besuch der Moseler Weinköniginnen und Gesang von Horst Krefelder feierten die Karnevalisten prächtig.

Neben dem gelungenen Auftritt des Büttenredners „’Ne Kistedüvel“, trat der Kölner Büttenredner „Kresse“ als humoriger Feuerwehrmann auf. Bauchredner Micha sorgte mit der Handpuppe Opa Gustav für Lacher. Im Lied des Prinzenpaares heißt es: „Es ist Karneval, lass uns feiern bis zum Morgen, ohne Sorgen.“ Dass das Feiern hervorragend klappt, zeigte der Auftakt im Kulturzentrum.

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