Bildung

Hochschule Rhein-Waal stellt Hochschulentwicklungsplan vor

Die Hochschule Rhein-Waal stellte ihren Hochschulentwicklungsplan vor.

Foto: Erwin Pottgiesser

Die Hochschule Rhein-Waal stellte ihren Hochschulentwicklungsplan vor. Foto: Erwin Pottgiesser

Kamp-Lintfort.   Die Hochschule Rhein-Waal legt das Konzept für die nächsten fünf Jahre vor. Lokales wie Globales spielt dabei eine gleich große Rolle.

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Premiere in der Hochschule Rhein-Waal: Zum allerersten Mal präsentierte Hochschulpräsidentin Dr. Heide Naderer der Öffentlichkeit einen Hochschulentwicklungsplan. In diesem vom Bundesland Nordrhein-Westfalen eingeforderten Konzept legt die Ausbildungsstätte eine klare Richtung fest, in die es in den kommenden fünf Jahren gehen soll.

„Die Grundsätze der Internationalität und der Nachhaltigkeit durchziehen und umrahmen im Hochschulentwicklungsplan alle Aktivitäten“, stellt die Präsidentin klar, während Prof. Dr. Georg Hauck, der Vizepräsident für Personal- und Organisationsentwicklung, erläutert: „Ein Ziel ist, dass wir als Hochschule in der Internationalisierung führend sein wollen.“

Das bedeute, dass die Lehranstalt zukünftig andere Anbieter bei Problemen, wie beispielsweise der Visa-Regelungen, beraten kann. Ein weiterer Aspekt der Internationalisierung sei, dass es immer darum gehe, die besten Studierenden an die Hochschule Rhein-Waal zu locken, egal wo diese herstammen, definiert Naderer die Zielsetzung.

Sind Studiengebühren bald ein Problem?

In diesem Zusammenhang stellte die Präsidentin auch klar, dass eine mögliche Studiengebühr für nicht-EU-Ausländer die Hochschule zukünftig vor keine großen Probleme stellen würde. Zwar stammen 41 Prozent der insgesamt 6287 Studierenden nicht aus der EU, allerdings kommen drei Viertel dieser 41 Prozent – je nach Definition – aus Schwellen- oder Entwicklungsländern. „Wenn sich das Land NRW an dem Modell aus Baden-Württemberg orientiert – was im Raum stand – dann müsste nur ein Viertel bezahlen.“ Sie hätten in dem Fall 3000 Euro pro Jahr zu entrichten.

Im Rahmen der Nachhaltigkeit wolle die Bildungsanstalt unter anderem einen attraktiveren Arbeitgeber für die Region darstellen, erläutert Hauck. Gleichzeitig sei es auch das Ziel, weiterhin eng mit den lokalen Firmen vor Ort zusammenzuarbeiten. Als Teil des Entwicklungsplanes halte die Hochschule stets die Augen nach neuen Kooperationsmöglichkeiten wie dem FabLab offen, sagt die Hochschulpräsidentin.

Ein Ziel: Die Kooperation mit den Niederlanden

„Wir wollen einen großen Bogen zwischen Regionalem und Globalem spannen“, erläutert Naderer. Ein Teil dessen wird auch die geplante Kooperation mit dem Economic Board aus Arnheim, Nijmegen und Wageningen sein, das ein Zusammenschluss von Firmen, Hochschulen und Kommunen aus der Region der Niederlande darstellt. Die Zusammenarbeit starte voraussichtlich im nächsten Jahr und biete den Studierenden weitere Möglichkeiten für Praktika.

>>INFO Die Ausarbeitung des von NRW geforderten Hochschulentwicklungsplans fand durch einen Lenkungskreis der Hochschule statt, der sich aus Mitgliedern aller Fakultäten, Studierenden und Personalräten zusammensetzte.

Die Ausführung des Konzepts wird vom Land nicht kontrolliert.

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