Tierschutz

Hundehaus im Moerser Tierheim ist bald fertig

Guido Lohmann, Gisela Großman, Gisela Kuhnen und Peter Kuhnen mit Hund Wilma.

Guido Lohmann, Gisela Großman, Gisela Kuhnen und Peter Kuhnen mit Hund Wilma.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   Am 5. August ist Tag der offenen Tür. Zwölf Zwinger mit Freiläufen und Nebenräumen entstehen bis dahin. Jedoch benötigt man noch 50 000 Euro.

Seit vielen Jahren sammelt der Tierschutzverein Moers und Umgebung Geld für den Bau eines neuen Hundehauses. Gute Nachrichten haben da Gisela und Peter Kuhnen sowie Gisela Großmann vom Vorstand. „Ende Juli soll das Haus fertig sein. Am 5. August wird der Neubau im Rahmen unseres Sommerfestes der Öffentlichkeit vorgestellt“, lädt Vorsitzender Peter Kuhnen jedermann ein.

Möglich machte die Umsetzung der lang gehegten Pläne letztlich die Spende von 200 000 Euro einer Verstorbenen aus Wesel. „Sie wollte nur an einen Tierschutzverein spenden, der gemeinnützig anerkannt ist“, schildert der Vorsitzende. Bis zu diesem Zeitpunkt habe man selbst schon 70 000 Euro aus Spenden zusammen bekommen.

Vor der Bauphase möglichst alle Hunde vermittelt

„Auch das Landesumweltamt hielt das Projekt für förderungswürdig und gab 80 000 Euro dazu. Unter den Geldgebern ist auch die Volksbank Niederrhein mit Guido Lohmann, der zudem aus der Aktion „Bewegen hilft“ Mittel spendete. „Als genossenschaftliche Bank ist uns die gemeinnützige Arbeit der Bürger sehr wichtig“, unterstreicht er. Kuhnen resümiert: „Damit waren wir dann startklar.“ Im Oktober war Baubeginn.

Um in der Übergangsphase möglichst wenig Tiere im Heim versorgen zu müssen, habe man zuvor alle Hunde, bei denen es möglich war, vermittelt, berichtet Gisela Kuhnen. Zurzeit seien denn auch nur zwei Hunde in der Anlage. Für Notfälle halte man zwei, drei Zwinger vor.

Vertrag mit der Stadt Neukirchen-Vluyn

„Wir haben ja einen Vertrag mit Neukirchen-Vluyn, die Fundtiere aufzunehmen.“ Der Vorsitzende ergänzt: „Der Trend geht zu unserem Leidwesen dazu, dass Städte eine Dienstleistung ausschreiben und Verträge mit Vereinen abschließen. Da können wir nicht mithalten. Wir sind gemeinnützig und dürfen nicht gewinnbringend wirtschaften. Die nicht gemeinnützigen Vereine können aber durchaus ihre Preise machen.“ So sei Moers 2015 leider zum Verein nach Kamp-Lintfort gewechselt.

„Viele Moerser verstehen das nicht und rufen hier an. Sie wollen die Tiere nicht nach Lintfort fahren“, weiß Gisela Großmann. Die Moerser meinten eben immer noch, es sei ihr Tierheim am Peschkenhof. Was ja auch so sei.

Das alte Haus war völlig marode

Peter Kuhnen: „Das alte Haus war völlig marode, das Dach war undicht und vieles andere.“ Das neue Hundehaus biete nun auf 340 Quadratmetern zwölf Zwinger zu zwölf Quadratmetern plus Freilauf. Dazu gehörten auch Wirtschaftsräume für Futterlagerung und -zubereitung sowie ein Wäscheraum, ein Trockenraum, ein Quarantäneraum und eine Krankenstation. „Die Volksbank stattet die Hundeküche aus, in der das Futter zubereitet wird und die Näpfe gespült werden“, sagt Peter Kuhnen.

Insgesamt werden 450 000 Euro verbaut. 50 000 Euro an Spenden braucht man jedoch noch. „Aber das kriegen wir auch noch gewuppt“, hofft der Vorsitzende.

Weitere Informationen:

Das Tierheim Moers und Umgebung und die Geschäftsstelle am Peschkenhof 34 sind erreichbar unter 02841/21202 oder unter vorstand@tierheim-moers.de.

Der Vereinlebt nur von Mitgliedsbeiträgen und Spenden der Bürger. Wer den Tierschützern helfen will, kann dies u.a. bei der Volksbank Niederrhein unter DE81.35461106.7217.0920.13 tun.

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