Schlosstheater

Im Moerser Ring hat Nils Kretschmer nicht nur eine Rolle

Gastschauspieler Nils Kretschmer vor dem Wallzentrum.

Foto: Volker Herold

Gastschauspieler Nils Kretschmer vor dem Wallzentrum. Foto: Volker Herold

Moers.   Das Rheingold im Königssee: Nils Kretschmer ist als Gastschauspieler mit dabei. Er wandelt dabei zwischen Kammerspiel und Straßentheater.

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Den Mut muss man als junger Schauspieler erst einmal haben: „Sicherheit ist im Moment kein passendes Thema für mich, ich habe mich entschieden, selbstständig zu bleiben“, sagt Nils Kretschmer. Ein festes Engagement reizt den 26-Jährigen Wahl-Kölner derzeit nicht, berufliche Freiheit um so mehr: Als Gastschauspieler des Moerser Schlosstheaters wird er in zwei Wochen in der Premiere von „Der Ring. Rheingold im Königssee“ zu sehen sein.

Anfang letzten Jahres hat der in Kempen aufgewachsene Kretschmer sein Schauspiel-Studium an der Essener Folkwang-Uni abgeschlossen, ein halbes Jahr später feierte er bereits gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen David Vormweg mit dem eigenen Stück „Unendlich Luft“ Premiere auf dem Köln Comedy Festival.

Er spielt gleich mehrere Rollen – auch den Hagen

STM-Intendant Ulrich Greb wurde bei einem Vorsprechen auf ihn aufmerksam. Zur Schauspielerei kam der Niederrheiner über eine „wirklich gute Theater-AG“ an der Schule. Nach Abitur und einem Auslandsjahr mit Bedenkzeit entschied sich Kretschmer für das Schauspielstudium.

Im Moerser „Ring“ wird er wie seine anderen Kollegen gleich mehrere Rollen übernehmen – unter anderem den „Hagen“ im letzten Drittel des Stückes. Dass er unter anderem in einem leerstehenden Ladenlokal, in den Fluren eines Einkaufszentrums und auf einem Parkdeck spielen wird, sieht er als spannende Herausforderung.

Er hatte mal eine eigene Band

„Je nach Ort ändert sich auch der Stil. Nah am Publikum hat es etwas kammerspielartiges, wenn wir auf dem Parkdeck sind, ist es ein bisschen wie Straßentheater“, sagt Kretschmer.

Singen – er hat in seiner Jugend eine eigene Band gehabt – wird ihn das Publikum übrigens auch hören. „Auf Mittelhochdeutsch“, verrät Kretschmer und lacht. An der Melodie feilt er noch ...

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