Autoverkehr in Moers

In Moers fordern Anwohner bessere Umgehung für Großbaustelle

Auf Einladung der CDU gab es am Dienstag ein Besprechung zum Autoverkehr in Moers-Schwafheim.

Auf Einladung der CDU gab es am Dienstag ein Besprechung zum Autoverkehr in Moers-Schwafheim.

Foto: Bürgerinitiative

Moers.  Eine Bürgerinitiative macht in Moers-Schwafheim neue Vorschläge für die Umgehung der Großbaustelle. Die Angst vor dem Verkehrskollaps ist da.

Im Moerser Stadtteil Schwafheim wollen sich Anwohnerinnen und Anwohner nicht mit der geplanten Umgehung für eine Großbaustelle abfinden. Zu einem Ortstermin hatte am Dienstagabend die CDU eingeladen. Enni Stadt & Service, die für die Stadt die Sanierung der Düsseldorfer Straße umsetzt, war ebenfalls dabei.

Auf 1650 Metern wird auf der Düsseldorfer Straße seit Anfang dieser Woche zwischen Heide- und Kirchweg die Fahrbahndecke erneuert. Der am Montag gestartete erste von insgesamt vier Bauabschnitten wird noch per Ampel geregelt. Nach Enni-Angaben ist die Straße ab Anfang April nur noch Richtung Süden befahrbar.

Autofahrer Richtung Stadtmitte müssen dann eine Umgehung nutzen, unter anderem über den jetzt schon viel befahrenen Heideweg. Östlich der Düsseldorfer Straße käme zum Beispiel der Länglingsweg als Ausweichstrecke in Frage, doch gegen beide Möglichkeiten regt sich Protest, wie am Dienstagabend beim Ortstermin klar wurde.

„Die Angst, dass der Verkehr in der Ortsmitte von Schwafheim zusammenbricht, ist da“, sagte Jörg Wozniak von der Bürgerinitiative Länglingsweg am Mittwoch auf NRZ-Anfrage. Die von der Enni favorisierte Lösung über den Heideweg wirft nach Meinung von Wozniak ein weiteres Problem auf: „Bei der erwarteten Zunahme des Straßenverkehrs ist der Heideweg in spätestens einem Jahr kaputt, die Anwohner müssten dann für die Sanierung aufkommen.“

Deshalb haben Wozniak und andere am Dienstagabend eine Alternative vorgeschlagen: Wer aus Süden kommt, könnte bereits beim Gartencenter Schlößer auf die Römerstraße abbiegen und über die Ruhrorter Straße ins Moerser Stadtzentrum gelangen. Dass es auch hier Betroffene gibt, ist allen Beteiligten klar, Wozniak sagt aber: „Der Vorschlag führt über größere und besser ausgebaute Straßen mit überörtlicher Verbindungsfunktion.“

Die Enni hatte bereits am Dienstag auf NRZ-Anfrage deutlich gemacht, dass sie gesprächsbereit ist. „Wir nehmen Vorschläge auf und prüfen sie auf ihre Machbarkeit“, sagte eine Sprecherin. Zurzeit plant die Enni den Abschluss der Arbeiten auf der Düsseldorfer Straße für den kommenden Herbst.

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