Day of Song

In Moers kommt der Steiger um zehn nach zwölf

Das Moerser Orga-Team sowie Vertreter der Ruhr Tourismus GmbH und der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sowie eine Abordnung des Laga-Chores stellten das Programm in der Maschinenhalle Pattberg vor.

Das Moerser Orga-Team sowie Vertreter der Ruhr Tourismus GmbH und der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sowie eine Abordnung des Laga-Chores stellten das Programm in der Maschinenhalle Pattberg vor.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   Drei Chöre und möglichst viele Besucher singen zusammen in der Maschinenhalle Pattberg – und zeitgleich mit 5000 Sängern an zehn Orten im Revier.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Elf Städte im Ruhrgebiet zwischen Moers und Unna werden am Samstag, 30. Juni, etwas gemeinsam haben: Um 12.10 Uhr erklingt überall dort an diesem Tag „Glückauf, der Steiger kommt“. In der Grafenstadt singen gleich drei Chöre diesen Revierklassiker in der Maschinenhalle Pattberg – und wer will, darf einfach einstimmen.

Anlass ist der „Day of Song“, der erstmals im Kulturhauptstadtjahr 2010 gefeiert wurde. Die vierte Auflage des Musikfestivals steht im Zeichen des Endes des Steinkohlebergbaus in Deutschland. Der Veranstalter, die Ruhr Tourismus GmbH, hofft deshalb auf einen „Gänsehaut-Moment“, wenn an elf Schauplätzen der Industriekultur zwischen Moers und Unna das Steiger-Lied angestimmt wird.

In der Maschinenhalle Pattberg treffen sich dazu der Chor „Musik inklusive“ und der Landesgartenschau-Chor, beide aus Kamp-Lintfort, sowie der Männergesangsverein Borth. Rund 100 Sängerinnen und Sänger bringen die drei zusammen.

Die Gäste singen mit

Freilich sind die Gäste nicht zum bloßen Zuhören verdammt. So wird es keine Bühne geben – und: „Hier wird eine acht mal vier Meter große Leinwand hängen, auf die wir die Liedtexte projizieren“, kündigt der künstlerische Leiter, Frederik Göke, an.

Bei ihren anschließenden Solos spielen die Chöre aber doch zumindest die Hauptrolle. So tritt um 12.30 Uhr der Laga-Chor an, verstärkt um den Chor der Unesco-Schule. Die Sängerinnen und Sänger haben sich zusammengeschlossen, um das eigens für die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort komponierte Lied „Meer aus Blumen“ bekannt zu machen. Mitmachen kann jeder, so Chorleiterin Helga Dylla. Die einzige Bedingung: nie ohne den Laga-Song.

Der Chor „Musik inklusive“ ist insofern eine Besonderheit, weil er Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt. Zwischen 30 und 40 Sängerinnen und Sänger treffen sich jeweils für einzelne Projekte. Der Auftritt beginnt um 14 Uhr. Bereits ab 13 Uhr ist der Männergesangverein aus Borth, Millingen und Alspray zu hören. Auf seinem Programm stehen Volks- und Heimatlieder.

Der Eintritt ist frei

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Besucher können sich dort auch mit Essen und Getränken versorgen und an Infoständen über die Chöre informieren.

Ab 18 Uhr wird die Pattberg-Halle zum Schauplatz der ExtraSchicht mit drei Chören und vielen Führungen. Das Duo Diagonal präsentiert in einer Kooperation mit dem Comedy-Arts-Festival „Das kleinste Varieté der Welt“ auf dem Außengelände der Maschinenhalle. Um 21 und 23 Uhr sowie nachts um zwölf wird eine Filmdokumentation gezeigt. Zudem tritt das Rutger-Muller-Ensemble auf.

<< 5000 Sänger singen mit >>

Rund 5000 Sängerinnen und Sänger werden am „Day of Song“, 30. Juni, singen. Spielorte sind neben der Maschinenhalle Pattberg in Repelen unter anderem das Bergwerk Fürst Leopold in Dorsten, die Zeche Carl in Essen und der Innenhafen Duisburg. Ab 12.10 Uhr erklingen an allen Orten sechs Lieder. Sie sind auf www.dayofsong.de mit den Noten zu finden.

Krönender Abschluss des Tages ist im Rahmen der ExtraSchicht ein Konzert in der Jahrhunderthalle Bochum mit tausenden Sängerinnen und Sängern sowie den Bochumer Symphonikern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik