Rußrindenkrankheit

In Neukirchen-Vluyn müssen wieder Ahornbäume gefällt werden

Schon wieder sind Ahornbäume mit der Russrindenkrankheit befallen.

Schon wieder sind Ahornbäume mit der Russrindenkrankheit befallen.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  In Neukirchen-Vluyn sind wieder Ahornbäume an der Rußrindenkrankheit erkrankt und müssen gefällt werden. Dieses Mal sind es Ahornbäume in Rayen.

Zum zweiten Mal innerhalb relativ kurzer Zeit stehen im Stadtgebiet Baumfällungen wegen der Rußrindenkrankheit bevor. Nachdem im März im Zechenwald auf Niederberg eine große Anzahl an Ahornbäumen gefällt wurde, informiert die Stadt jetzt über einen großflächigen Pilzbefall städtischer Ahorne im Bereich des Rayener Berges, was „umfangreiche Baumfällmaßnahmen“ erforderlich mache.

Es habe ein Ortstermin zur Beurteilung der Sachlage stattgefunden, heißt es in einer Information an den Ausschuss für Bauen, Grünflächen und Umwelt, der am gestrigen Mittwoch getagt hat.

Beteiligt waren die Forstbehörde, ein Fachunternehmen sowie Mitarbeiter des Baubetriebshofes und des Ordnungsamtes. In der in Rede stehenden Zone gibt es nach Stadtangaben etwa 200 Bergahorne, „wovon über 100 Bäume bereits akut von der Rußrindenkrankheit befallen sind und die übrigen Bäume bereits überwiegend erste Symptome aufweisen“, wie es weiter heißt.

Hitze und Trockenheit begünstigen den Pilz

Als die Vorlage für die Sitzung des Fachausschusses erarbeitet wurde, ging man noch von Kosten in Höhe von mindestens 15.000 Euro aus. Wie der Leiter des Baubetriebshofes, Stefan Kallen, in der Sitzung sagte, ist jetzt eher mit Kosten in Höhe von 30.000 Euro zu rechnen. Die Stadt hat demnach erste Angebote eingeholt. „Die müssen abgedeckt entsorgt werden“, erklärte Kallen zum Verfahren mit den Bäumen. Und weiter: „Es wäre schön, wenn wir die Brutperiode noch abwarten könnten.“ Man versuche, das Fällen „zum Wohle der Natur so lange wie möglich hinauszuzögern“.

Die größte Gefahr sei, dass die befallenen Bäume relativ schnell absterben und dadurch ihre Standfestigkeit verlieren. Im Ausschuss kam die Frage auf, ob der Bereich abgesperrt werden müsse, was der Leiter des Baubetriebshofes verneinte. Sobald es zu Fällungen kommt, will die Stadt die Anwohner detailliert informieren.

Kallen bezeichnete die Ahornbäume als „Verlierer des Klimawandels“. Die Verbreitung der Pilzerkrankung werde durch Stressfaktoren wie Trockenheit oder Hitze begünstigt. Die Stadt ist bereits wieder dabei zu wässern. Details zu den angekündigten Maßnahmen zur Wiederaufforstung konnte Kallen noch nicht nennen. Es fehle Zeit und Manpower. Es gebe einen Strauß an Problemen, so auch mit dem Eichenprozessionsspinner.

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