Kinder

Investoren für zwei Kitas in der Moerser Innenstadt

Bei den Kindergartenplätzen in der Innenstadt besteht Handlungsbedarf. Die Versorgungsquote bei den Kindern über drei Jahren liegt bei 50 Prozent

Foto: Peter Kneffel

Bei den Kindergartenplätzen in der Innenstadt besteht Handlungsbedarf. Die Versorgungsquote bei den Kindern über drei Jahren liegt bei 50 Prozent Foto: Peter Kneffel

Moers.   Es gibt Pläne für Kindergärten an der Gabelsberger Straße und für die Straße „Im Moerser Feld“. Wird Standort Mühlenparkplatz dann überflüssig?

Die Pläne für einen Kindergarten auf dem Mühlenparkplatz können möglicherweise auf Eis gelegt werden. Neugründungen von Kitas an der Gabelsberger Straße und an der Straße „Im Moerser Feld“ machen sie vielleicht überflüssig.

Dies geht aus einer Vorlage der Verwaltung für den zuständigen Fachausschuss des Rates hervor. Danach sieht es mit Kindergartenplätzen in der Innenstadt besonders schlecht aus. Die Versorgungsquote für Kinder über drei Jahren liegt bei knapp über 50 Prozent. Für jüngere Kinder gibt es Plätze ausschließlich bei Tagesmüttern. Zudem will die Evangelische Kirche ihren Kindergarten an der Kleinen Allee aufgeben (siehe Box).

Eine Lösung der Misere zeichnet sich nun durch zwei Investoren ab. Der eine ist die Firma Signa Funds, ein Unternehmen des Kirchenkreises Moers. Sie möchte eine Einrichtung mit vier Gruppen in der früheren Verwaltung der Diakonie unterbringen.

Zweisprachig und offen für Inklusion

Darüber hinaus bringt Signa Funds gleich noch einen Betreiber mit: die gemeinnützige GmbH Zaubersterne. Die Zaubersterne sind ein freier Träger von derzeit elf Kitas in Duisburg, Düsseldorf, Oberhausen und Krefeld, unter anderem eines Betriebskindergartens von Thyssen Krupp Steel. Ihre Einrichtungen sind zweisprachig und offen für Inklusion. Das Konzept hat die Fachverwaltung im Rathaus offenbar überzeugt. Sie empfiehlt der Politik, die Zaubersterne als Betreiber einer Einrichtung an der Gabelsberger Straße zuzulassen.

Der zweite Stadort „Im Moerser Feld“ ist komplizierter, da beim Zugang von der Innenstadt aus Gleise überquert werden müssen. Einen kompletten Bahnübergang werde man kaum realisieren können, so die Verwaltung. Erforderlich wäre aber wenigstens ein Fuß- und Radweg über die Gleise. Dies muss zunächst mit der Niag und der Bahn geklärt werden.

Provisorische Parkfläche

Im Moment sei nicht einschätzbar, wie sich die Zahl der Kinder und damit der Bedarf an Kitas in Moers entwickeln wird, heißt es weiter in der Vorlage der Verwaltung. So sei nicht auszuschließen, dass der frühere Standort der Fechthalle auf dem Mühlenparkplatz doch noch für einen Kindergarten gebraucht wird. Diese Fläche sollte deshalb nicht als dauerhafter Parkplatz ausgebaut, sondern als provisorische Pkw-Stellfläche genutzt werden.

>>> INFO

Nach derzeitigem Stand wird die Evangelische Kirchengemeinde ihre Kita an der Kleinen Allee zum Ende des Kindergartenjahres 2018/19 schließen, wobei laut Stadt wegen der „erheblichen Sanierungserfordernisse“ auch eine frühere Schließung nicht ausgeschlossen ist.

Mit dem Aus der Kleinen Allee fallen maximal 75 Kitaplätze weg. Die Ü3- Versorgungsquote in der Innenstadt würde ohne Ersatzplätze an anderer Stelle auf 22 Prozent sinken

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