Klassik

Kammerchor aus Moers begeistert Publikum in der Stadtkirche

Der Moerser Kammerchor und das Symphonieorchester „Camerata Louis Spohr“ begeisterten am Samstag in der ausverkauften Stadtkirche in Moers.

Der Moerser Kammerchor und das Symphonieorchester „Camerata Louis Spohr“ begeisterten am Samstag in der ausverkauften Stadtkirche in Moers.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Moers.  Orchester, Chor und Solisten führen „Ein deutsches Requiem“ auf. Chor-Vorsitzende Gisela Jans erklärt, worum es Komponist Brahms dabei ging.

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Ob rein instrumental, solistisch oder im großen Chor: Der Moerser Kammerchor wusste, wie er sein Publikum am Samstagabend in der ausverkauften Stadtkirche begeistern konnte. Das Ensemble führte „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms sowie Musik der Bremer Uraufführung von Bach, Händel und Schumann von 1868 auf.

Zu den rund 50 Sängern gesellten sich die drei Solisten Katharina Leyhe (Sopran), Dmitri Vargin (Bariton) und Esther Borghorst (Alt). Das Camerata Louis Spohr Orchester aus Düsseldorf übernahm die musikalische Begleitung. Los ging es mit Robert Schumanns „Abendlied“ op. 85 in einer Fassung für Cello und Harfe. Es war eine ruhige, aber gelungene Einstimmung auf diesen musikalischen Abend. Weiter ging es mit dem Stück „Erbarme dich Gott“ aus der „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach.

Vom symphonischen Orchester begleitet, sang Altistin Esther Borghorst die Arie. Wenig später stieg der große Kammerchor mit ein. Der Gesang stand dann im Vordergrund, die orchestrale Begleitung reduzierte sich auf Streicher und einen gezupften Bass. Von Stück zu Stück stieg die Anzahl der Mitwirkenden an.

Das große Finale vor dem Requiem bildete Händels bekanntes „Halleluja“ aus „Der Messias“, das der Chor alleine sang. Mit dem Symphonieorchester, Blechbläsern und Pauken entstand ein fulminanter Klang in der Stadtkirche. Auch die Kunstpause am Ende des Werkes war auf den Punkt gebracht. Sowohl Musiker, als auch Sänger verstummten gleichzeitig.

Es folgte Brahms Requiem. Ein Requiem ist die lateinische Messe für die Toten. „Ganz anders ist das ‚deutsche Requiem‘ von Johannes Brahms. Die von Brahms ausgesuchten und zusammengestellten Bibeltexte sind Trostworte, die an die Lebenden gerichtet sind“, erklärte Gisela Jans, Vorsitzende des Moerser Kammerchores. Im Satz für Sopran, Baritonsolo, Chor und Orchester präsentierten die Musiker und Sänger die Vielfältigkeit dieses Requiems: Auf langsame, marschähnliche Sätze, folgten bewegte und feierliche Passagen.

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