Corona

Kamp-Lintfort: 17 Flüchtlinge in Unterkunft sind infiziert

In der Flüchtlingsunterkunft an der Friedrichstraße in Kamp-Lintfort mussten  sich sechs Familien wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne begeben.

In der Flüchtlingsunterkunft an der Friedrichstraße in Kamp-Lintfort mussten  sich sechs Familien wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne begeben.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort  In einer Flüchtlingsunterkunft in Kamp-Lintfort sind 17 von 155 Bewohnern mit Corona infiziert. Sie befinden sich in Quarantäne.

In einer Flüchtlingsunterkunft an der Friedrichstraße sind 17 Bewohnerinnen und Bewohner aus sechs Familien mit dem Coronavirus infiziert. Nach Auskunft der Stadt zeigt bislang keine der betroffenen Personen Krankheitssymptome.

Wie der Erste Beigeordnete der Stadt, Christoph Müllmann, auf Anfrage berichtet, seien nach ersten Infektionen alle 155 Bewohnerinnen und Bewohner auf das Virus getestet worden. Die Ergebnisse, so Müllmann, lagen am Mittwochmorgen vor, worauf man in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt sofort reagiert habe. Die betroffenen Familien haben sich für zwei Wochen in ihren separaten Wohneinheiten in Quarantäne begeben. Die Stadt versorgt sie in dieser Zeit mit Lebensmitteln. Zudem hat sie den Security-Dienst, der bislang nur nachts vor Ort war, auf den Tag ausgedehnt. Er soll darauf achten, dass das Besuchsverbot eingehalten wird. Darüber hinaus, so Müllmann, wird es ab Freitag zwei Mal wöchentlich eine hausärztliche Sprechstunde geben, um einen kompetenten Ansprechpartner für den Fall verfügbar zu haben, dass sich doch Symptome einstellen sollten. Alle anderen Bewohner mit negativen Testergebnissen können sich in und außerhalb der Unterkunft frei bewegen.

Kamp-Lintfort verzeichnet am Mittwoch mit 21 die höchste Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Wesel. Das Gesundheitsamt hat unterdessen die Rückverfolgungen auf den Weg gebracht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben